Corona-Testaktion in Region Krems prolongiert. Nach der großen Corona-Testaktion im Juni wurden nun in Weißenkirchen erneut Untersuchungen vorgenommen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Oktober 2020 (03:29)
Samstag wurde in Weißenkirchen erneut getestet: Lisa Wagner und Rotkreuzarzt Hannes Winkler mit Testperson Wolfgang Wiesinger (vorne), DPU-Direktor Robert Wagner, Organisator Josef „Joschi“ Kitzler und RK-Geschäftsführer Manfred Türk (hinten, von links).
Foto: Martin Kalchhauser

884 Personen wurden im Rahmen der großangelegten Corona-Testaktion im Juni in Weißenkirchen – die Gemeinde war im Frühjahr einer der Pandemie-„Hotspots“ – untersucht. 102 hatten Antikörper im Blut, also die Infektion vermutlich bereits durchgemacht.

Jetzt kam es in der Wachauhalle zu einer weiteren großen, von der DPU (Danube Private University) Krems durchgeführten Testaktion, in der die 102 Probanden, die Antikörper aufgewiesen hatten, erneut untersucht wurden. Zusätzlich gab es für Rettungssanitäter des RK Krems die Gelegenheit, den Bluttest zu absolvieren.

„Wir wollen untersuchen, wie hoch der Titerwert (er gibt Auskunft, ob nach wie vor Antikörper vorhanden sind, Anm.) ist und wie er sich in den vergangenen vier Monaten verändert hat“, erklärt DPU-Direktor Robert Wagner. „Wir möchten wissen, wie lange man theoretisch einen Schutz vor einer Neuinfektion hat.“

Zusätzlich soll, wie Peter Engel von der DPU betont, die sogenannte T-Zellimmunität untersucht werden. „Diese T-Zellen können virusinfizierte Zellen abtöten.“ Solche „Gedächtniszellen“ – sie merken sich die Information – ermöglichen dem Körper eine raschere Reaktion und damit einen schnelleren Abwehraufbau im Fall einer neuen Gefährdung.

Wagner lobt die Kooperation mit dem Kremser Roten Kreuz, das für die organisatorische Abwicklung der von der DPU finanziell und wissenschaftlich getragenen Untersuchungen verantwortlich zeichnete.

Für Jänner 2021 ist ein erneuter Großtest geplant.

In der DPU in Krems-Stein, wo es einige Infizierte gab, führt man jetzt regelmäßige COVID-19-Tests (Abstriche) im Zehntagesrhythmus durch. Aktuell gibt es hier „ausschließlich negative Ergebnisse“, wie man seitens der Universität betont. „Wir wollen damit auch die Studenten motivieren, vorsichtig zu sein und unsere Patienten und damit die Bevölkerung zu schützen.“