Dramatik bei Wohnhausbrand in Krems

In die Puchhaimbgasse rückten die Helfer der Feuerwehr-Hauptwache Krems am 18. September aus. Ein Bewohner konnte sich nur durch einen Sprung aus dem Hochparterre retten. Eine Frau und ihr Kind mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

NÖN Redaktion Erstellt am 19. September 2021 | 09:08

Auf den ersten Blick sah es beim Alarm um 14.30 Uhr nach einem Routineeinsatz aus, doch dann bot die Lage doch einiges an Dramatik.

Bei der Erkundung des Lage sah es bloß nach einem Küchenbrand aus. Durch die ursprüngliche Notfallmeldung, dass ein leichter Küchenbrand entstanden sei, welcher durch den Bewohner bereits abgelöscht werden konnte, vermuteten die Helfer, dass die Sache nach einem Kontrollgang mit der Wärmebildkamera erledigt sein würde. Nur ein Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter rückten Richtung Einsatzort aus.

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Rauch kam aus allen Etagen

Der Fahrzeugkommandant ließ aber beim Eintreffen durch die Bezirksalarmzentrale sofort auf die nächste Alarmstufe erhöhen und forderte weitere Einsatzkräfte nach. Grund: Dichter Rauch, der aus allen Etagen des Hauses drang. Außerdem befand sich noch eine Person im Erdgeschoß. Nach den Löschversuchen mit einem Gartenschlauch und einem Feuerlöscher war dem 42-jährigen Bewohner der Weg nach draußen versperrt.

Mann entkam durch Sprung

Durch einen Sprung aus dem Fenster im Hochparterre konnte er sich letztlich ins Freie retten. Zeitgleich unternahm der Atemschutztrupp mit einer Löschleitung einen Innenangriff im Gebäude. Hier konnte jedoch rasch Entwarnung gegeben werden. Der Trupp lokalisierte den Brandraum in kürzester Zeit und kontrollierte mit Wärmebildkamera auf Glutnester und Schwelbrände.

Bewohner sofort untersucht

Hiezu musste jedoch die komplett zerstörte Küchenzeile teilweise abgetragen und ins Freie gebracht werden. Der hinzugezogene Bereitschaftsdienst der EVN sicherte den Gasanschluss, um eine weitere Gefahrenquelle auszuschalten. Um verletzte Personen ausschließen zu können, konnten die Bewohner des Gebäudes vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes Krems direkt an der Einsatzstelle erstuntersucht werden. 

Mutter mit Kind im Spital

Eine Mutter (40) mit ihrem 5-jährigen Sohn wurde vorsorglich ins Kremser Universitätsklinikum gebracht. Nach gut eineinhalb Stunden konnte der Einsatz abgeschlossen werden. Ein Brandermittler soll Klarheit in die Entstehung und Entwicklung des Brandes bringen. 

www.feuerwehr-krems.at