Stift Dürnstein: Umbau und neue Schau. Im Stift stehen Renovierung, Revitalisierung und Neugestaltung an: „Das Gute“, „das Schöne“, „das Wahre“ entstehen auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 01. November 2018 (06:41)
Johann Lechner
Stellten gemeinsam das neue Ausstellungskonzept im Stift Dürnstein vor: Propst Maximilian Fürnsinn, Dechant Petrus Stockinger, Architekt Gerhard Abel, Stiftspfarrer Hugo de Vlaminck sowie der Kultur- und Tourismusverantwortliche Christian Ceplak (von links). Foto: Johann Lechner

Einen Schritt Richtung weiterer touristischer Öffnung geht das Augustiner-Chorherren-Stift: Den Winter über wird umgebaut und eine neue Ausstellung eingerichtet. „Das Gute“, „das Schöne“ und „das Wahre“ werden in einem Rundgang präsentiert – einem „einzigartigen Erholungs- und Erlebnisweg“, wie ihn Petrus Stockinger, Dechant des Stiftes Herzogenburg und Kurator des Umbaus, bezeichnet.

Barrierefreiheit und Sanitäranlagen: Umbaukosten von 3 Millionen

Der barocke Stiftshof wird künftig frei zugänglich sein, mittels Spiegel wird man auch den markanten blauen Kirchenturm im Blickwinkel haben – eine Erfindung des planenden Architektenteams, das auf Ausstellungen spezialisiert ist. Stiftsherr Propst Maximilian Fürnsinn: „Wir sind schon sehr gespannt, ob das so funktioniert ...“.

Die künftigen 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche können mittels Leitsystem begangen werden und beinhalten unter anderem auch die gotische Säulenhalle im Erdgeschoß, bislang als Lager genutzt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, die restauriert und als Ort der Stille konzipiert wird. Und den Gang zur Donauterrasse. Und den Festsaal im ersten Stock mit Räumlichkeiten, in denen Schätze des Stiftes zur Schau gestellt werden.

Zwecks Barrierefreiheit wird ein Lift eingebaut, neue Sanitärräumlichkeiten entstehen. Die Umbaukosten von 3 Millionen werden laut Fürnsinn vom Land NÖ, dem Stift Herzogenburg und einem Förderverein aufgebracht.

Für Anfang Mai ist die Eröffnung geplant, die Ausstellung wird zwei Konzepte (für Individual- und für Gruppenreisende) beinhalten. Erwartet wird im kommenden Jahr zumindest dieselbe Besucherzahl wie bisher (etwa 65.000), ab 2020 „sollte es dann aufwärts gehen“, so Christian Ceplak, Leiter der Kultur- und Tourismusabteilung des Stiftes.

„Wir wollen nicht noch mehr Touristen nach Dürnstein bringen, sondern einige der Million Gäste, die sowieso kommen, zu uns locken“, widerspricht Stockinger Befürchtungen der Dürnsteiner Bevölkerung.