Auf Video: Kremser Putzfrau beim Geldabstauben. Sie habe den Einwurfschlitz des Tresors nur gesäubert, leugnete Kremserin (47) Gelddiebstähle.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Juni 2019 (05:55)
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Symbolbild

Sie habe doch nur den Einwurfschlitz des Tresors gesäubert, erklärte eine 47-Jährige vor Gericht zu dem Vorwurf, sie habe in mehreren Angriffen als Putzfrau in einem Kremser Lokal insgesamt über 3.000 Euro aus einem Safe gestohlen.

Beharrlich beteuerte die Kremserin ihre Unschuld. Irgendwie sei eine Serviette in den Einwurfschlitz gekommen und sie habe diese lediglich entfernt, schilderte sie und versuchte mit dieser Erklärung, die belastenden Videoaufnahmen, die sie in Aktion zeigen, wie sie sich am Tresor zu schaffen macht, vom Tisch zu fegen.

Anfangs habe sie nicht einmal gewusst, was das für ein Ding sei, sagte sie. Die beteuerte Ahnungslosigkeit nahm ihr Richter Gerhard Wittmann aber nicht ab, zumal Zeugen bestätigten, dass die Kremserin auch davon Kenntnis hatte, wo der Schlüssel zum Tresor aufbewahrt wurde.

Die belastenden Indizien ließen die Kremserin aber völlig kalt. Sie blieb bei ihren Unschuldsbeteuerungen.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren verhängte der Richter über die Kremserin wegen gewerbsmäßigen Diebstahls eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Nicht rechtskräftig.