Dürnstein

Erstellt am 17. Januar 2017, 04:18

von Gertrude Schopf

„Man kann Dinge auch zurücknehmen“. Viel Kritik mussten sich die „Macher“ der neuen Parkverordnung bei der Info-Veranstaltung gefallen lassen.

Ernste Gesichter bei den Mitgliedern des Verkehrsausschusses: Susanne Latzer, Andreas Böhmer, VorsitzenderHelmuth Weiss, Bürgermeister Johann Schmidl und Johann Riesenhuber.  |  NOEN, Semrad

32 markierte Autoabstellplätze gibt es in der Altstadt, 250 Parkberechtigungen waren zuletzt im Umlauf. „Wir mussten etwas tun“, argumentiert Stadtrat Helmuth Weiss, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, die neue Parkverordnung, die im Gemeinderat einstimmig beschlossen worden ist und nun in einer Bürgerversammlung diskutiert wurde. Kernpunkt: Ständige Hauptwohnsitzer haben Anspruch auf einen Parkplatz in der Stadt.

Auch für Zimmervermieter und Gewerbetreibende gelten Sonderregelungen. Nicht aber beispielsweise für Vereine, die ihren Sitz/Probenraum im Stadtzentrum haben, wie die Musiker der Trachtenkapelle oder des Gemischten Chores. Oder für das Lehrpersonal der Volksschule/Musikschule. Oder für Heurigengäste.

Kaum noch temporäre Parkmöglichkeiten

„Ohne Parkplatz geht ganz einfach nichts“, glaubt Musikkapellen-Obmann Christoph Schwarz. „Sie würgen das soziale Leben ab. Dürnstein verliert seine Identität“, malt Stiftspfarrer Hugo de Vlaminck ein düsteres Bild. Tenor der Kritik: Temporäre Parkmöglichkeiten gibt es kaum noch, obwohl zu bestimmten Zeiten die Parkplätze in der Stadt frei sind. Und eine intensivere Überwachung und Bestrafung der unberechtigt Parkenden – auch in der bisherigen Situation – wäre wünschenswert.

„Da hätten wir ja nichts machen müssen“, so Weiss. Applaus der 150 Anwesenden. „Es wäre traurig, wenn die neue Verordnung so exekutiert wird. Man kann Dinge auch wieder zurücknehmen“, fordert – nicht nur – Pfarrer de Vlaminck eine Nachdenkpause. Weiss: „Die Erfüllung aller Sonderwünsche ist unmöglich.“