Dürnstein

Erstellt am 01. März 2017, 05:33

von NÖN Redaktion

Wachau-Visionär Schwengler tot. Der langjährige Wachau-Genossenschaftsleiter und Mitbegründer der Vinea Wachau ist am 21. Februar gestorben.

Wilhelm Schwengler ist im 87. Lebensjahr verstorben.  |  Lechner

„Gäbe es den ,Ehrenbürger der Wachau‘, er müsste Wilhelm Schwengler heißen“: Solcherart schrieb Anton Bodenstein im Vorwort zu seinem Buch „Ein Leben für die Wachau“ (erschienen 2009), in dem er den Weinbau-Visionär und dessen künstlerische Seite würdigt.

Schwengler ist nun am 21. Februar 86-jährig verstorben.

Er prägte den Weinbau und auch die Entwicklung der Wachau nachhaltig. 1930 in Wien geboren, absolvierte er die Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Klosterneuburg, leitete fünf Jahre das Dinstlgut Loiben und ab 1960 die Winzergenossenschaft Wachau. Über 35 Jahre hat er die Geschicke des größten Wachauer Weinproduzenten gelenkt, seine Ideen und seine Ausdauer haben im Jahr 1983 wesentlich zur Gründung des Vereins Vinea Wachau Nobilis Districtus beigetragen.

Auch die Initiative zur ersten Weinmarke der Wachau, der Steinfeder, ging von ihm aus. Er hat schon früh erkannt, dass die Wachau eine eigenständige Identität pflegen muss, und in der Weinproduktion auf die Wachauer Herkunft gesetzt.

Ab 1980 hat sich Schwengler der Malerei gewidmet, „er wollte den Wachauern den Blick für das Schöne ihrer Heimat öffnen“, so Bodenstein. Schwengler war Ehrenbürger der Stadt Dürnstein und auch Obmann der „Freunde Dürnsteins“.

Verabschiedung und Requiem finden am Donnerstag, 2. März, 14 Uhr, in der Stiftskirche Dürnstein statt.