Wachauer Ruderklub droht der Untergang. Nun soll sogar das Bootshaus des Vereins an der Donaulände im November versteigert werden.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:48)
NOEN, Lechner
Das markante Bootshaus der Wassersportunion an der Donaulände soll versteigert werden.

Im Jahr 1998 wurde die Wassersportunion Wachau (WSW) in Dürnstein gegründet, 1999 mit dem Bau des Bootshauses an der Donaulände neben dem Kuenringer Bad begonnen und 2002 mit einem Fest eröffnet. Präsident war damals Fritz Küffer, der auch das Haus geplant hat. Als Obmann fungierte Helfried Jurtschitsch, Ruder-Olympia-Teilnehmer und Aushängeschild des Ruderklubs.

Johannes Christian Thiery war damals Kassier – er ist als Einziger vom ursprünglichen Team „übriggeblieben“ und derzeit Obmann der WSW. „2011 war ein Jahr der Probleme. Seit der Gründung schieben wir einen Berg Schulden vor uns her, eine Reihe von unglücklichen Zufällen hat dann eine Art Supergau verursacht, und die finanzielle Situation hat uns eingeholt“, schreibt Thiery im Jahresbericht 2011 (auf der Homepage des Vereins nachzulesen).

Bootshaus soll versteigert werden

Er zeigte sich damals aber zuversichtlich, dass Anfang 2012 eine Lösung gefunden werden könne. Doch die Bemühungen, das finanzielle Fiasko abzuwenden, haben anscheinend zu keinem Erfolg geführt. Auch Versuche, das Gebäude für Wohnzwecke zu vermieten, sind gescheitert. Das Bootshaus ist nun zur Versteigerung ausgeschrieben.

„Der Verein hofft immer noch auf eine einvernehmliche Lösung und auf ein Weiterbestehen des Rudersports in Dürnstein“, so die offizielle Stellungnahme Thierys.

Das markante Bootshaus der Wassersportunion an der Donaulände soll versteigert werden. Lechner