Güterweg als Lkw-Route: Stau!. Interventionen an höchster Stelle erfolglos. Verirrte Lastwagen auf Suche nach Firma Penn zwischen Egelsee und Imbach belästigen auch viele Bewohner Alt Rehbergs.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Februar 2021 (05:48)
Ein solches Schild am Zellerplatz in Krems, kombiniert mit einem Hinweis, dass die Firma Penn nicht in Egelsee zu finden ist, könnte die Situation wenigstens zum Teil entschärfen.
NÖN

Enormen Widerhall hat der vorwöchige NÖN-Bericht „ Lkw auf falscher Fährte “ ausgelöst. Das Problem, das vom Egelseer Ex-Stadtrat Sepp Deißenberger aufgezeigt wurde, nervt auch viele andere.

NÖN-Leser erinnern sich: Immer wieder steuern große Lastwagen, die zur Firma Penn in Imbach in die dortige Kremser Straße wollen, die Kremser Straße (mit selber Postleitzahl 3500) in Egelsee an.

Der Egelseer KLS-Gemeinderat Wolfgang Mahrer kann beweisen, dass er sich in dieser Angelegenheit schon 2014 (!) an den damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll gewandt hat. Im Magistrat sei er mit dem Anliegen, ein GPS-Schild („No trucks!“) anbringen zu lassen, wie es beim sogenannten „Herzerlhaus“ in Weinzierl (siehe Foto!) sehr wohl möglich gewesen sei, abgeblitzt.

„Die Firma Penn hat meine Anrufe abgeblockt.“ Die Überraschung, die man gegenüber der NÖN über das Anliegen vorgegeben habe, sei seiner Ansicht nach gespielt. „Ein solches Schild soll ja nicht generell die Zufahrt nach Egelsee verhindern, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass die Firma dort nicht zu finden sei.“

Verirrte Lkws: Auch Alt Rehberger leiden

Opfer des fehlgeleiteten Lkw-Verkehrs sind auch die Anrainer von Alt Rehberg. „Der politische Wille, etwas zu tun, fehlt“, meldete sich ein Anrainer zu Wort. Auch in Rehberg wird an der Einfahrt in den alten Ortsteil eine GPS-Tafel gefordert. „Die Lkws, die zur Firma Penn wollen, werden zwar schon über die B37, Gneixendorf und die Limbergstraße ins Kremstal gelotst, doch dann biegen sie oft kurz vor dem Ziel nach links statt nach rechts ab und suchen durch Alt Rehberg den Weg zum falschen Ziel nach Egelsee.“

„Die Lkw-Fahrer sind arme Hunde“, berichtet ein Anrainer des Kühbergwegs. Da gibt es vereinzelt Szenen, in denen fahren Brummis auf Kurs Egelsee bergwärts, während andere talwärts rollen, um Imbach anzuvisieren. „Begegnungen auf der engen Fahrbahn werden da zum Problem.“ Generell werde der Durchzugsverkehr in Alt Rehberg immer mehr zum Problem. Auch Eltern, die ihre Kinder in den Waldfexxx-Kindergarten bringen, nehmen den Abkürzer über den schmalen Kühbergweg, wie Beobachter feststellen.

Last but not least sei der zunehmende Verkehrslärm im engen Frauenbachtal, an dessen Hang die Strecke verläuft, ein Problem. Ein Anrainer: „Da gibt es bei jedem Lastwagen, der hier heraufkommt, einen enormen Widerhall. Und das wird ganz eindeutig immer mehr.“