Eigentor: Betrüger über Tisch gezogen. Unerlaubter Autoverkauf kam Weinviertler teuer zu stehen: Er muss für 13 Monate hinter Gitter.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:11)
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Vertrauensvoll übergab eine Kremserin einem guten Bekannten (41) aus dem Bezirk Gänserndorf ihr Fahrzeug zur Reparatur. Statt das Auto im Wert von rund 5.000 wieder flott zu machen, verkaufte es der Weinviertler mit gefälschten Papieren um 3.700 .

„Weit unter Wert“, empörte sich die Kremserin (50) über den unerlaubten Autoverkauf. Sie war mit der Aktion ganz und gar nicht einverstanden und stellte den 41-Jährigen vor die Wahl: „Auto zurück oder Betrugsanzeige.“

Das Ultimatum brachte den einschlägig vorbestraften Weinviertler gehörig ins Schwitzen: Es gelang ihm zwar, das Auto nach massiven Schwierigkeiten wieder zurückzukaufen, dafür musste er aber tief in die Tasche greifen. Für 5.700 bekam er den Wagen der Kremserin wieder.

Ermittlungen liefen bereits

Die „Rückholaktion“ erfolgte aber nicht schnell genug - Ermittlungen gegen den Weinvierter liefen bereits, und eine Anzeige wegen schweren Betruges flatterte dem 41-Jährigen ins Haus. „Ich wollte mit dem Verkauf des fremden Wagens was dazuverdienen. Der Plan ging aber gehörig schief, und eigentlich wurde ich dann selbst über den Tisch gezogen“, gab der Weinviertler vor Gericht seufzend zu.

Richterin Monika Fasching-Lattus verhängte über den vorbestraften Weinviertler wegen schweren Betruges eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.