Gföhler Volksschulfassade bröckelt. Feuchtigkeit, Schimmel, geheime Messwerte: Beim Millionenprojekt der Stadtgemeinde Gföhl gibt es erneut Probleme. Jetzt bröckelt die Fassade des alten Schulhauses.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:14)

Das Thema Volksschule kommt nicht zur Ruhe. Die schier endlose Geschichte findet jetzt eine Fortsetzung. Denn die Fassade des Hauses bröckelt …

NÖN-Leser kennen die Vorgeschichte: Die ÖVP hatte gegen die Stimmen der Opposition – beschlossen, statt eines Neubaus für die Kinder die alte Volksschule um- und auszubauen. Doch massiver Schimmelbefall machte eine umfassende Sanierung des Mauerwerks nötig.

Divergierende Angaben über die Kosten des Projekts begleiteten das Vorhaben ebenso wie die Geheimhaltung der Messergebnisse in Bezug auf den auftretenden Schimmelpilz.

„Dass da jetzt schon wieder Mängel auftreten, ist ein Wahnsinn.“FPÖ-Stadtrat Erich Starkl

Jetzt bröckelt die Fassade, und Kenner der Materie vermuten nicht nur eine mangelhafte Ausführung der Malerarbeiten. Vielmehr wird massive Feuchtigkeit im Mauerwerk vermutet, die dazu führte, dass Verputz abgeschlagen werden musste, um die Fußgänger nicht zu gefährden.

FPÖ-Stadtrat Erich Starkl: Schäden an Schule sind „Wahnsinn“!
Fotos: privat, MK

„Dass da jetzt schon wieder Mängel auftreten, ist ein Wahnsinn“, kritisiert FPÖ-Stadtrat Erich Starkl. „Da haben wir eine generalsanierte Schule, und jetzt sind schon wieder Instandhaltungsarbeiten zu machen?“ Starkl vermutet hinter den aktuellen Schäden das gleiche Problem wie beim Schimmel: „Das Dach wurde bei den Arbeiten im Winter entfernt! Da ist Nässe ins Mauerwerk gekommen.“

Die Kosten werden für Starkl ebenso „geheim gehalten“ wie die Messergebnisse, aufgrund derer der Betrieb aufgenommen werden konnte, kritisiert er.

„Es wurde abgeschabt, was sich gelöst hat und kann jetzt austrocknen. Die Gefahr ist gebannt“, sieht Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger keinen Grund zur Aufregung. Diese Woche gebe es einen Termin mit Architekt und Malermeister, bei dem weitere Schritte besprochen werden, dann Informationen. Vermutlich sei jetzt nur Kosmetik nötig, glaubt sie nicht an Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Zur erneuten Kritik an der Geheimhaltung der Messwerte im Haus meint die Stadtchefin: „Die Schule ist von der Behörde freigegeben. Es macht keinen Sinn, die Werte bekanntzugeben. Sie sind für Laien nutzlos!“