Englische Fräulein verlassen Krems. KREMS / 292 Jahre lang wirkten die „Englischen Fräulein“, die Schwestern der Congregatio Jesu, in der Stadt Krems.

Erstellt am 24. März 2014 (23:59)
Die Pforte bleibt geschlossen: Die letzten vier Schwestern verlassen das Haus der Englischen Fräulein auf dem Hohen Markt.
NOEN, Foto: Lechner

Völlig unerwartet starb am 4. Jänner Schwester Franziska Hinterhofer, die Oberin des Instituts der Congregatio Jesu, früher Englische Fräulein. Die jetzt nur mehr vier verbliebenen Schwestern - Hildegard Ehrenberger, Raphaela Leurer, Lidwina Peyerl und Marianne Milde - können ein Kommunitätsleben in Krems nicht weiter aufrechterhalten und werden nach St. Pölten beziehungsweise nach Deutschland in ein anderes Haus der Congregatio Jesu übersiedeln. Am Sonntag, 30. März, um 10 Uhr wird in der Stadtpfarrkirche St. Veit ein Dankgottesdienst gefeiert, bei dem sich Pfarre und Stadt von den Schwestern verabschieden.

Im Wappenschild über dem Portal des Institutsgebäudes am Hohen Markt, das von 1722 bis 1724 errichtet wurde, ist der Satz „Sie kamen, um Gott und den Menschen zu dienen“ zu lesen. Diese Worte und der Ausspruch „Alles zur höheren Ehre Gottes“ von Mary Ward, der Ordensgründerin, gehörten stets zum Lebensmotto der Englischen Fräulein und waren somit prägend für ihr fruchtbares Wirken. Generationen von Schülern haben seither im Haus am Hohen Markt fundierte Bildung und positive Lebensbegleitung erfahren. Die Mary-Ward-Schulen im Haus auf dem Hohen Markt werden aber weitergeführt.