Krems: „Ja“ zum Wachauer Volksfest. Veranstalter wollen Großevent durchziehen. Erweitertes Sicherheitskonzept bringt Mehrkosten von 120.000 Euro mit sich.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. Juni 2021 (06:01)

Die Veranstalter haben ihre Entscheidung getroffen: Das Wachauer Volksfest soll von 26. August bis 5. September planmäßig über die Bühne gehen. Das grüne Licht der Behörde – ein Formalakt – soll im Juli folgen.

Zum „Ja“ veranlasst haben Erwin Goldfuss und Claudia Altrichter von der C & E Content & Event GmbH die kürzlich von der Bundesregierung bekannt gegebenen Öffnungsschritte ab 1. Juli, wonach bis auf die „3-G-Regel“ fast alle Einschränkungen – unter anderem die Sperrstunde um 24 Uhr – fallen sollen. „Wir haben immer gesagt: Mit Maske und Abstand gibt es kein Volksfest. Ein No-Go wären auch Besucherbeschränkungen“, sagt Goldfuss.

3-G-Regel wird Herausforderung

Eine logistische Herausforderung kommt auf das Veranstalterduo bei der Kontrolle der „3-G-Regel“ zu. „Wir sind nicht unglücklich darüber, weil dadurch sind wir weitgehend gefeit davor, dass ein Cluster entsteht. Aber das setzt eine Neustrukturierung des Securitysystems voraus. Wir rechnen mit dem drei- bis vierfachen Personalaufwand“, schildert Goldfuss.

Eingangsstraßen und eine noch lückenlosere Absperrung des Geländes sollen gewährleisten, dass auch wirklich alle Besucher entweder getestet, geimpft oder genesen sind. Das umfassende Covid-19-Präventionskonzept sieht außerdem eine Erweiterung der WC-Anlagen und eigene Hygienestationen vor. Insgesamt rechnen die Veranstalter durch die zusätzlich erforderlichen Maßnahmen mit Mehrkosten von 120.000 Euro.

Vorfreude bei Veranstaltern groß

Die Vorfreude trübt das bei Goldfuss und Altrichter jedenfalls nicht. Mit dem Wachauer Volksfest möchten sie das erste echte Großevent nach dann knapp eineinhalb Jahren Corona-Einschränkungen erfolgreich über die Bühne bringen. Dass an die Veranstaltung überhaupt zu denken ist, liegt daran, dass sich die beiden Organisatoren bereits seit dem Vorjahr „auf Verdacht“ mit den Vorbereitungen beschäftigt haben.

Goldfuss: Täglich Nachfragen zum Volksfest

Die Lust der Bevölkerung auf die Kulinarik- und Entertainmentmeile im Stadtpark scheint jedenfalls groß: „Täglich erreichen uns Anrufe und E-Mails mit der Frage, ob das Volksfest eh stattfinden wird“, erzählt Goldfuss. Und auch Lieferanten, Gastronomen, Schausteller und regionale Partner würden auf die Durchführung der Veranstaltung drängen.

Der Vorverkauf der Dauerkarten soll Ende Juni starten. Sollte das Volksfest aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse doch nicht stattfinden können, werden alle Tickets rückerstattet.