Handys werden im Kremser Spital zum Problem. Immer öfter filmen Patienten oder deren Angehörige im Krankenhaus. Dort reagiert man jetzt mit Verbots-Plakaten.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 06. März 2018 (04:53)
Smartphone unerwünscht: Auch im Kremser Krankenhaus reagiert man auf die Foto- und Videoüberwachungswelle.
Shutterstock/Kamolrat

Von den negativen Auswüchsen der Smartphone-Gesellschaft betroffen sind jetzt auch die Spitäler. Immer häufiger kommt es vor, dass Patienten oder Angehörige mit ihren Handys Fotos machen oder Videos aufnehmen, teilweise von medizinischen Geräten und sogar Behandlungen. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz reagierte man darauf jetzt mit Verbotsschildern, wie der ORF berichtete.

Auch im Universitätsklinikum Krems ist die Problematik allgegenwärtig, wie Sprecherin Sonja Möseler berichtet.

„Es gab Meldungen von Mitarbeitern und Patienten, sie seien im Klinikum ohne ausdrückliches Einverständnis fotografiert oder gefilmt worden. Durch die Handykameras ist es sehr einfach geworden, rasch zu fotografieren. Und meist werden diese Bilder auch in den sozialen Medien gepostet. Das Thema betrifft aber viele Organisationen“, weist Möseler darauf hin, dass zuletzt vor allem Rettung und Feuerwehr mit schaulustigen Smartphone-Filmern bei Einsätzen zu kämpfen hatten.

Dass die Thematik ihren Ursprung in einem zunehmenden Misstrauen gegenüber den Krankenhäusern habe, glaubt Möseler nicht. „Viele filmen ohne Hintergedanken.“

Das soll dennoch auch in Krems eingedämmt werden. In Bereichen wie Stationen und Ambulanzen sollen dementsprechende Verbots-Plakate ausgehängt werden.

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