Trauer um beliebten Kremser Alt-Bürgermeister Erich Grabner

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 13:28
Lesezeit: 3 Min
Seine souveräne, konsensorientierte Amtsführung verlangte stets auch den politischen Mitbewerbern Respekt ab. Erich Grabner prägte die Stadt Krems in vielfacher Hinsicht und stellte wichtige Weichen für die Entwicklung.
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Die Nachricht vom Ableben des früheren Bürgermeisters Erich Grabner trifft viele Freunde ins Herz. Der beliebte Ex-Stadtchef schloss am 29. November rund einen Monat nach seinem 94. Geburtstag für immer die Augen.

Ein Verlust für die Stadt Krems

Nicht nur seine ihm eng verbundene Gattin Hannelore und die Familien seiner drei Kinder - Thomas Grabner, Irene Salzmann und Doris Grabner - trauern um einen liebevollen Menschen. Auch in der Öffentlichkeit ist die Bestürzung trotz des hohen Lebensalters groß. Krems trauert um einen großen Menschen und umsichtigen Politiker der alten Schule. Viele seiner Leistungen prägen die Stadt und werden an das verdienstvolle Lebenswerk des nun verstorbenen erinnern. 

Politisches Engagement ab 1957

Der am 23. Oktober 1928 geborene, in Rehberg aufgewachsene und zuletzt in Stein wohnhafte Erich Grabner kam schon 1957 für die ÖVP in den Kremser Gemeinderat. 1977 avancierte der Unternehmer unter dem damaligen Stadtchef Harald Wittig zum 1. Vizebürgermeister und fungierte als Baureferent. 1990 wurde der nun Verstorbene zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt übte er dann bis 1996 aus, um es an seinen Nachfolger Franz Hölzl zu übergeben.

Viele wichtige Initiativen gesetzt

In Grabners Amtszeit, in der dieser auch in der Wachauer Messe AG, der Wohnbaugesellschaft GEDESAG und (als Obmann) in Zentrum für praktische Altstadtsanierung und Ortsbildpflege (ZPAO) mitwirkte, fallen wichtige Entscheidungen für die Entwicklung der Stadt. So engagierte er sich maßgeblich für die Errichtung des Hochwasserschutzes für Stein, initiierte den Bau der Kunst Halle Krems mit und machte sich um die Neugestaltung des nunmehrigen museumkrems verdient. Aber auch die Erschließung des Gewerbe- und Industrieparks sowie der Ausbau des Kremser Hafens tragen Grabners Handschrift.

Grabners Arbeit allseits respektiert

Die untadelige Amtsführung des gebürtigen Rehbergers verlangten stets auch den politischen Mitbewerbern Respekt ab. Die konsensorientierte, gegenüber jedermann wertschätzende Arbeit Grabners gilt in Krems als vorbildlich. „Visionäres Denken und großes Verantwortungsbewusstsein zeichneten Bürgermeister Erich Grabner aus", stellt Bürgermeister Reinhard Resch in seinem Nachruf fest. "Er stellte die Weichen für die Bildungs- und Kulturstadt Krems. Es gäbe ohne ihn keine Fachhochschule, die Kunsthalle wurde unter seinen Fittichen gegründet, und er legte Grundsteine für die großen Festivals."

Ehrenbürger war "großartiger Mensch"

In der Ära Grabner sei auch die Wirtschaft mit vielen Projekten vorangetrieben worden. "Besonders geschätzt habe ich sein soziales Engagement und seine konsensorientierte Sachlichkeit. Er war eine prägende Persönlichkeit und ein großartiger Mensch“, so Resch über den verstorbenen Ehrenbürger der Stadt. Ein Requiem für den Verstorbenen findet am Freitag, 9. Dezember, 15 Uhr, im Dom der Wachau (Stadtpfarrkirche Krems) statt. Die Verabschiedung erfolgt auf Wunsch des Verstorbenen im engen Familienkreis.

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