Krems als Nabel der Kunst. Beim „Grand Opening“ der Landesgalerie am Wochenende wird reger Besucherandrang erwartet.

Von Petra Vock. Erstellt am 23. Mai 2019 (05:08)
Faruk Pinjo
Beim „Grand Opening“ der Landesgalerie NÖ können am Samstag und Sonntag fünf Ausstellungen kostenlos besichtigt werden.

Alle Wege führen nach Krems: Wenn die Landesgalerie NÖ am kommenden Samstag und Sonntag zum „Grand Opening“ lädt, ist mit enormem Besucherandrang zu rechnen. Bereits beim Pre-Opening Anfang März wurden mehr als 10.000 Besucher gezählt.

Die Eröffnung des prestigeträchtigen Bauwerks der Architekten Bernhard und Stefan Marte war ursprünglich für das Schiele-Jahr 2018 geplant, aufgrund archäologischer Funde und gebäudetechnischer Herausforderungen ist es nun mit einem Jahr Verspätung so weit.

Stadt Krems
Bürgermeister Reinhard Resch übergab das Bild „Markt auf dem Rathausplatz“ als Leihgabe an Alexandra Sattler und Karl Unterweger von der Landesgalerie.

Den Auftakt macht am Samstag um 11:20 Uhr ein Festakt für geladene Gäste in der Minoritenkirche, der auf ORF 2 live übertragen wird. Am Samstagnachmittag wird die Landesgalerie schließlich für das Publikum geöffnet und kann von 14 bis 22 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Gleichzeitig findet auf dem Museumsplatz ein Sommerfest statt. Am Sonntag ist der Besuch des neuen Museums von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt möglich, und das Sommerfest wird bis 19 Uhr fortgesetzt.

Gezeigt werden zur Eröffnung gleich fünf Ausstellungen. Eine davon ist Franz Hauer (1867 – 1914) gewidmet: Der Briefträgersohn aus Weißenkirchen und Hausknecht im Kremser Hotel „Zur Rose“ betrieb um 1900 das legendäre „Griechenbeisl“ in Wien und wurde dort zum größten Kunstsammler zeitgenössischer Kunst – von Albin Egger-Lienz bis zu Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Nach Hauers Tod wurde seine Kunstsammlung großteils verkauft und ist heute in Europa und den USA verstreut. Ziel der Ausstellung ist es, einen Querschnitt dieser Sammlung in Krems zu vereinen.

Teil dieser Schau ist auch das Bild „Markt auf dem Rathausplatz“ des Wachaumalers Johann Nepomuk Geller. Es zeigt das Marktleben vor 100 Jahren direkt vor dem Rathauseingang, gehört dem „museumkrems“ und hängt sonst als Dauerleihgabe im Bürgermeister-Büro.