Gäste der Eröffnung mussten Fleiß zeigen. Im Rahmen des Projekts "Lunchbox" des Künstlers Rainer Prohaska mussten die Gäste der Eröffnung der Ausstellung "Das Leben ein Festmahl - Feiern in Krems" zuerst eine Küche aufbauen und dann kochen. Erst dann konnten sie eine (ihre) Suppe genießen ...

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 17. Juni 2019 (10:05)

Vielfalt der Schau überrascht

Überrascht ob der Vielfalt der Objekte (zum Beispiel eine Fleischwolf-Stele, aber auch Orakeltücher und Kunstwerke aus Speiseresten) sowie der umfassenden Aufarbeitung des Themas „Das Leben ein Fest – Feiern in Krems“ zeigten sich die Besucher schon bei der Eröffnung der aktuellen Ausstellung im Kremser Museum.

14.000 Objekte im Fundus

Dass man von den 14.000 Objekten im Fundus des Museums immer wieder welche in den Vordergrund rücken wolle, betonte Doris Denk vom Magistrat Krems. Sie dankte Elisabeth Vavra (kulturgeschichtlicher Part) und Gegor Kremser für die Konzeption der Schau und würdigte auch die Kooperation des Museums mit der HLF Krems. Deren Schüler haben alte Rezepte ausgegraben, nachgekocht und mit Kommentaren versehen. Diese kann man sich auch mit nach Hause nehmen … 

Esskultur stark im Wandel

Stadtchef Reinhard Resch ging auf die Entwicklung der Esskultur und deren aktuelle Ausprägungen in Krems – vom Gourmet-Festival bis zum Street Food-Event – und auf die Bedeutung der Feste im Lebensreigen ein. Danach legte er gemeinsam mit vielen Mitstreitern Hand beim Bau einer Küche aus Holzpflöcken und dem anschließenden Zubereiten einer Gemüsesuppe an.

Schweißtreibende Arbeit ...

Im Zuge des Projekts „Lunchbox“ des Künstlers Rainer Prohaska, das 2014 in Moskau Premiere hatte und in Krems neu umgesetzt wurde, mussten sich die Besucher ihr Essen hart verdienen. Nach schweißtreibender langwieriger Tätigkeit gelang dies mit Erfolg.