Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein wurde begutachtet. Alle drei Jahre wird der 200 Meter lange Stollen, der unterirdisch vom Stausee Ottenstein bis zum EVN Kraftwerk verläuft, sicherheitstechnisch begutachtet. Bei dieser Kontrolle wird der Stollen Meter für Meter von EVN Experten überprüft und mögliche Schäden können behoben werden.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 14. September 2017 (14:31)
EVN / Gabriele Moser

„Hauptsächlich geht es dabei um die Überprüfung der Dichtheit und des Korrosionsschutzes“, erklärt Ottenstein-Werksleiter Erich Binder. Die Stollenbegehung ist selbst für den Werksleiter immer wieder eindrucksvoll. Immerhin drücken in diesem Moment rund 73 Mio. m3 Wasser auf die extra eingezogene Absperrplatte.

Denn bei Vollbetrieb laufen 100 m3 Wasser pro Sekunde durch den 6 Meter hohen Stollen. „Ich bin froh, dass wir die Kontrolle positiv abschließen konnten und der Stollen wieder ein Pickerl für weitere drei Jahre bekommt“, kann Binder im Tageslicht wieder lächeln.

EVN / Gabriele Moser

Das Kraftwerk Ottenstein liegt am Fuß der 69 Meter hohen Gewölbesperre Ottenstein. Die vier im Krafthaus installierten Francisturbinen erbringen eine Leistung von je 12 Megawatt.

Die EVN betreibt drei Speicherkraftwerke am Kamp, nämlich Ottenstein, Dobra-Krumau und Thurnberg-Wegscheid. Die Kraftwerke an der Kampkette wurde in den Jahren 1949-1957 erbaut und erzeugen insgesamt elektrische Energie für rund 30.000 Haushalte.