War Feuerwerk an Großbrand in Krems schuld?. 42-Jähriger könnte Großbrand in Lerchenfeld durch Abschuss von Raketen „zu Ehren des Propheten“ ausgelöst haben.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 11. November 2019 (16:36)
71 Helfer der Feuerwehren Krems, Gneixendorf und Rehberg standen beim Brand auf dem Gelände der Firma Polysan in Lerchenfeld im Einsatz. Das Übergreifen der Flammen auf die Halle konnte vermieden werden.
FF Krems/Manfred Wimmer

Großeinsatz für die Feuerwehren am Samstagabend auf dem Areal der Firma Polysan – wir berichteten, siehe hier:

War die Ursache Fahrlässigkeit?

Kurz vor 19 Uhr gab es am 9. 11. Alarm. Auf dem Freigelände des Unternehmens, das mit Installateurbedarf handelt, standen mehrere Paletten mit Verbundrohren aus Plastik in Brand.

Durch einen raschen Angriff gelang es den Helfern, die Flammen zu bekämpfen und vor allem die angrenzende, durch das Feuer gefährdete Firmenhalle vor der Zerstörung zu retten. Wegen des durch die Hitze verklumpenden Materials gestalteten sich die Arbeiten der Silberhelme schwierig und konnten erst nach fast drei Stunden abgeschlossen werden.

Bei den Ermittlungen fand die Polizei in der Nähe des Brandortes eine (erst kurz zuvor) abgefeuerte Feuerwerksbatterie, in einer nahen Mülltonne Verpackungsmaterial von Feuerwerkskörpern. Die Spur führte zu einem im Stadtteil Weinzierl wohnhaften Algerier (42), der angab, mit Frau und Kindern „zu Ehren des Geburtstags des Propheten“ erlaubtes pyrotechnisches Material gezündet zu haben. Einen Zusammenhang mit der gefundenen Feuerwerksbatterie bestreitet der Verdächtige jedoch vehement.