Äußerung der Verteidigung bei Gericht eingelangt. Nach dem Antrag auf Wiederaufnahme des Strafverfahrens im Fall des 2008 mit einer präparierten Praline vergifteten Wachauer Bürgermeisters Hannes Hirtzberger ist die Äußerung des Verteidigers zu den Antworten des Gutachters beim Landesgericht Krems eingetroffen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 19. August 2019 (13:48)
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Landesgericht Krems

Der Akt wurde an die Staatsanwaltschaft übermittelt, die nun eine Stellungnahme abgeben kann, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Die Äußerung vom Verteidiger des Verurteilten sei am Freitagnachmittag eingelangt, teilte Daniel Böhm, Sprecher des Landesgerichts, am Montag mit. Nun ist die Staatsanwaltschaft Krems am Zug. Dann wird ein Drei-Richter-Senat über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Der Wiederaufnahmeantrag war im Oktober 2018 eingelangt. Der zu einer lebenslangen Haftstrafe Verurteilte stützt sich auf zwei neue Gutachten, die sich mit der Strychnin-Menge im Hohlraum der vergifteten Praline beschäftigen. Um zu klären, ob tatsächlich neue Beweismittel vorliegen, wurden vom Wiederaufnahmesenat 16 Fragen an den gerichtsmedizinischen Gutachter gestellt. Die Antworten wurden dem Gericht Ende April übermittelt, in Folge wurde die Äußerungsfrist der Verteidigung bis 15. August verlängert.

Wegen Mordversuchs an dem Lokalpolitiker im Februar 2008 war der Heurigenwirt Helmut Osberger im Mai 2008 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Im März 2009 hatte der Oberste Gerichtshof (OGH) die Strafe auf lebenslang erhöht.