Göttweiger Mönch Pius liebt Gott – und Bayern München. Pius Nemes ist Benediktinermönch im Stift Göttweig und Vorsitzender des „FC Bayern Fanclub Red Danube“. Der NÖN sagte er, wie seine Liebe zu den Münchnern entstanden ist.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 09. Januar 2018 (03:19)
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22 Bayern-Anhänger unterschrieben 2016 im Hofbräu am Steinertor die Gründungsurkunde des „FC Bayern Fanclub Red Danube“. Unter ihnen natürlich auch Vorsitzender Pater Pius Nemes (sitzend, Zweiter von links) und Hofbräu-Chef Othmar Seidl (sitzend, Zweiter von rechts).

1996 hat sich Pater Pius Nemes dem Klosterleben im Benediktinerstift Göttweig verschrieben. Der 44-Jährige ist im Stift als Kirchenrektor für die Seelsorge an der Stiftskirche und als Konventbeauftragter für Tourismus, Kultur und Medienarbeit zuständig.

Für Stuttgarter war sein „Heimverein“ nie ein Thema

Neben dem Leben für Gott und der Arbeit im Kloster hat Pater Pius schon früh im Leben noch eine andere Passion entwickelt: nämlich die für den FC Bayern München. „Obwohl ich bei Stuttgart geboren bin, war es nie ein Thema für mich, den VfB Stuttgart zu unterstützen. Es gab von klein an nur den FC Bayern“, schildert Pius den Beginn seiner Liebe zum deutschen Fußball-Rekordmeister.

Um seine Leidenschaft zu dem Club von David Alaba zu teilen, gründete Pius 2016 den „FC Bayern Fanclub Red Danube“. 22 Bayern-Fans unterschrieben damals im Hofbräu am Steinertor die Gründungsurkunde. Heute zählt der Fanclub bereits 70 Mitglieder. Einmal pro Woche treffen sie sich im Hofbräu zum Stammtisch.

Mit Pater Benjamin konnte Pius auch einen Göttweiger Mitbruder für den Fanclub anwerben. „Mehr werden es wahrscheinlich aber nicht werden, weil man bei uns im Stift als Bayern-Fan ein ziemlicher Exot ist. Abt Columban ist beispielsweise Austrianer“, erzählt Pius.

Übrigens: Auch umgekehrt besteht zwischen den Münchner Bayern und der Region eine Beziehung. Vereinslegende Paul Breitner besucht jährlich die Wachau und war auch schon Weinpate im Winzerhof Dockner in Höbenbach.