Krems: Polizistin löste Großeinsatz ihrer Kollegen aus. Alarm um eine Person mit einer Waffe gab es am Vormittag des Dienstags, 4. Mai, in Krems. Eine besorgte Anruferin hatte über Notruf 133 gemeldet, dass eine Frau mit einem Gewehr unweit des Kreisgerichts unterwegs sei.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Mai 2021 (11:00)
Symbolbild
Weingartner-Foto

Seitens der Polizei Niederösterreich wurde ein Großalarm ausgelöst. Nicht einmal ein bevorstehender Terrorakt konnte a priori ausgeschlossen werden.

Großaufgebot im Einsatz

Fünf Streifenwagen und ein Bus mit den zusätzlichen Einsatzkräften, die seit dem Anschlag in Wien schwerpunktmäßig an stark frequentierten Punkten im Einsatz stehen, rasten kurz vor 10 Uhr in Richtung Südtirolerplatz. Doch nach Erkundung der Situation konnte rasch Entwarnung gegeben werden.

Gerüchteküche brodelte

Während sich rasend schnell verbreitende Gerüchte sogar von einem "Mann mit Maschinenpistole in der Fußgängerzone in der Landstraße" kündeten, lagen die Fakten bald auf dem Tisch. Eine Polizistin der Kriminalabteilung eines benachbarten Bezirks hatte eine behördlich sichergestellte Waffe zum Kremser Landesgericht bringen wollen und war dabei von der Passantin beobachtet worden.

Lob für die Anruferin

Bei der Polizei sieht man die Sache, die sich so erfreulich rasch als harmlos entpuppte, gelassen. Auch wenn es sich im Endeffekt um einen klassischen Fehleinsatz handelte, so ist man doch froh, dass seitens der Anruferin richtig gehandelt und nicht zugewartet wurde. "Es ist positiv, wenn Personen auf solche Beobachtungen reagieren!" Außerdem habe die Dame die Situation ja nicht richtig einschätzen können, weil die Beamtin in Zivilkleidung unterwegs war.