Krems: Raddieb tappte in Falle. Die Polizei war deutlich schlauer als der Täter: Ein 29-jähriger Fahrraddieb bot seine Beute im Internet zum Verkauf an und führte die Kriminalisten auf seine Spur.

Von Udo Sagl. Erstellt am 05. September 2016 (09:56)
LPD NÖ
Hilfreiches „Arbeitswerkzeug“: Für einen Kremser Fahrraddieb klickten jetzt die Handschellen.  

Ziemlich plump wollte ein Kremser Fahrraddieb seine Beute an den Mann bringen. Nachdem er zwei gesicherte Fahrräder im Stadtgebiet gestohlen hatte, wollte er die dann so schnell wie möglich wieder loswerden: Auf der Internetplattform „willhaben.at“ bot er die Drahtesel für insgesamt 500 Euro zum Verkauf an.

In Folge kamen die Polizeibeamten dem arbeitslosen Täter aber auf die Schliche: Als er gerade dabei war, die Fahrräder zu verkaufen, ging er den Beamten am Bahnhof Wien-Heiligenstadt ins Netz. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung in Krems konnten ein Bolzenschneider, ein Seitenschneider sowie ein durchgezwicktes Fahrradseilschloss sichergestellt werden.

Der Beschuldigte zeigte sich schnell geständig und gab zu, die beiden Fahrräder gestohlen zu haben. Als Grund gab er hohe Spielschulden an. Der bislang unbescholtene Täter wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Damit ist der Fall aber noch nicht abgeschlossen: Die Polizei ermittelt weiter gegen den 29-jährigen Mann. Er könnte für weitere Fahrraddiebstähle im Raum Krems verantwortlich sein.