Gföhler im „Klammer-Fieber". Franz Klammer machte sich 1976 mit Olympia-Gold unsterblich. Geschichte wird nun verfilmt, der Gföhler Lichtspiele-Obmann Franz Holzer war beim Dreh mit dabei.

Von Gerald Mayerhofer. Erstellt am 27. März 2021 (05:50)
Hauptdarsteller Julian Waldner beim Foto-Shooting mit dem echten rot-weiß-roten Ski-Helden Franz Klammer (v. l.).
epo-film/SAMSARA-Film/Christoph Thanhoffer

Der damals erst 22-jährige Franz Klammer machte sich bei der Olympia-Abfahrt am Patscherkofel im Jahr 1976 zur rot-weiß-roten Legende. Er legte die rund drei Kilometer lange Rennstrecke trotz eines schweren Fehlers im oberen Abschnitt mit Bestzeit zurück und gewann die Gold-Medaille bei den Winterspielen in Innsbruck.

Die Geschichte um den Nationalhelden wird nun für die Kinos verfilmt. Zur Handlung: Der charismatische Abfahrtsläufer Franz Klammer ist der erklärte Favorit für den Olympia-Abfahrtslauf 1976. Er trägt die Hoffnung von ganz Österreich auf seinen Schultern. Während der Druck des Publikums von Tag zu Tag steigt, sein Skihersteller in letzter Minute die Ausrüstung austauschen will, das Wetter kontinuierlich schlechter wird und ihm zahlreiche Top-Rennfahrer auf den Fersen sind, muss Klammer die Kraft finden, um den Berg zu bezwingen.

Die Filmszene der Olympia-Pressekonferenz wurde in der Wiener Stadthalle gedreht – Gabriele Hofbauer und Franz Holzer wirkten in ihren Statisten-Rollen als Reporter mit. Wann der Film „Klammer“ in die Kinos kommt, steht noch nicht fest.
epo-film/SAMSARA-Film/Christoph Thanhoffer

Seine heimliche Liebe – und jetzige Ehefrau – Eva und sein Teamkollege, der „Halbzeitweltmeister“ Werner Grissmann, helfen ihm, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Klammer erinnert sich, wie er mit seinem Vater auf dem Berg hinterm heimatlichen Bauernhaus mit den Skiern Spuren in den Schnee gezogen hat und dass ihm seine Fans nichts Schlechtes, sondern ihn eigentlich nur unterstützen wollen.

Mit der Zeit von 1:45,73 zur ewigen Ski-Legende

Er geht mit seinem gold-gelben Glücksskianzug und der Startnummer 15 ins Rennen und schafft es – von 60.000 Zuschauern getragen, vor seinem größten Konkurrenten, dem Schweizer Ski-Rennläufer Bernhard Russi, mit Bestzeit ins Ziel zu kommen.

Das Autorenduo Elisabeth und Andreas Schmied, letzterer führt auch Regie, zeichnet für das Drehbuch verantwortlich. „Wenn man das Leben einer Legende in ein Drehbuch verpacken soll, trägt man eine besondere Verantwortung“, so Elisabeth Schmied.

Langenloiserin und Gföhler beim Dreh dabei

In rund 100 Filmminuten wird neben dem spektakulären Renngeschehen auch die romantische Liebesgeschichte zu Eva erzählt. Gedreht wird unter anderem in Tirol und in Wien. So war die Wiener Stadthalle vor wenigen Tagen Kulisse für die nachgestellte Olympia-Pressekonferenz.

Mit dabei waren der Gföhler Stadtrat und Lichtspiele-Obmann Franz Holzer und die Langenloiserin Gabriele Hofbauer. „Franz Klammer war der Sportheld meiner Kindheit – ich erinnere mich gerne an die spannenden Fernsehmomente während des Rennens zurück, die ich gemeinsam mit meinem Vater verbracht habe“, so Hofbauer.

Der Obmann des Gföhler Lichtspiele-Vereins, Stadtrat Franz Holzer, und die Langenloiserin Gabriele Hofbauer (v. l.) waren als Statisten bei den Dreharbeiten zum Kinofilm „Klammer“ mit Begeisterung dabei.<br /> 
privat

Ähnlich begeistert war auch Franz Holzer, der zum ersten Mal als Statist im Einsatz war: „Als Lichtspiele-Obmann interessierte es mich natürlich sehr, wie es bei einem Filmdreh hinter den Kulissen aussieht.“ Beeindruckt war er vor allem von der perfekten Organisation: „Der Regie-Assistent hatte auf dem Set alles im Griff – und das, obwohl neben den Hauptdarstellern rund 130 Statisten und 50 Leute hinter der Kamera und für die Technik mitwirkten.“ Hofbauer und Holzer spielten zwei Reporter.

Wann die Lichtspiele in Gföhl wieder öffnen dürfen, steht noch nicht fest. Eingefleischte Fans können das Kino – zu den jeweils gültigen Corona-Richtlinien – aber jederzeit mieten. Infos unter: 0664/5204166.