Gneixendorf: Nächstes Airfest erst 2020?. Stadt bittet Airfest-Veranstalter, Event gegenzyklisch zum Volksfest stattfinden zu lassen, um Einsatzkräfte zu entlasten. Indes gibt es Beschwerden über VIP-Catering.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 19. September 2017 (04:11)
Anton Wildberger
Die spektakuläre Flugshow sorgte für Begeisterung bei den rund 25.000 Besuchern. Foto: Anton Wildberger

Während das erste Austrian Airfest in den Köpfen der rund 25.000 Besucher schon wieder verblasst, ist Organisator Erwin Kreczy erst jetzt in der Aufarbeitungsphase, in der sich für ihn die wichtigste Frage stellt: Konnte die Veranstaltung Gewinne einstreichen oder war es ein Verlustgeschäft?

Die Antwort darauf wird nicht unerheblich für die Entscheidung sein, ob das Event erneut stattfinden wird. „Ich habe schon den Wunsch, das Airfest wieder zu machen, allerdings werden dann einige Dinge anders ablaufen“, so Kreczy. Aufgereiht sind die Verbesserungspunkte in einer Liste, die laut Kreczy bereits 20 Seiten umfasst.

„Der organisatorische Aufwand wäre zu groß“

Sollte das Airfest wieder am Flugplatz Gneixendorf stattfinden, dürfte dies erst in drei Jahren sein. „Die Stadt strebt an, dass es nicht im selben Jahr mit dem eine Woche davor zu Ende gehenden Wachauer Volksfest stattfindet, weil da die Einsatzkräfte aus dem letzten Loch blasen. Den jährlichen Wachaumarathon in der Woche nach dem Airfest kann man sowieso nicht umgehen“, erzählt Kreczy.

An eine Austragung des Airfests bereits im nächsten Jahr denkt Kreczy nicht. „Der organisatorische Aufwand wäre zu groß und die Lust der Leute ist nach nur einem Jahr auch nicht so groß.“ Für eine Austragung des Airfests im Jahr 2020 spricht auch die Terminisierung der Airpower in Zeltweg. Die Mega-Flugshow soll 2019 das nächste Mal über die Bühne gehen.

„Parkplatz war ein umgeackertes Kartoffelfeld“

Parallel zur Aufarbeitung des Airfests und ersten Überlegungen für eine zweite Auflage gab es zuletzt auch einige Beschwerden über die Parkplatzsituation und das Catering im VIP-Zelt.

„Der sogenannte Parkplatz war ein umgeackertes Kartoffelfeld, von dem mein Mann und ich 15 Minuten zum VIP-Zelt gebraucht haben. Dort angekommen, waren wir dann staubig bis zu den Knien. Bei einem Preis von zehn Euro für das Parkticket war das die erste Enttäuschung“, erzählt Manuela Musil, die am Samstag das Airfest besuchte. Noch unzufriedener war die Garserin über die im 95-Euro-VIP-Ticket versprochene Verpflegung. „Das Essen war nach zehn Leuten aus, obwohl über 200 im VIP-Zelt waren.“

Veranstalter Kreczy streitet die Situation im VIP-Zelt am Samstag nicht ab und bietet allen Geschädigten die Rückvergütung ihres Tickets an. „Der vom Flughafenrestaurant beauftragte Caterer war mit der Logistik leider völlig überfordert.“

Die Parkplatzsituation habe man laut Kreczy nicht anders lösen können. „Es war eine Woche vor der Veranstaltung trocken. Wenn es geregnet hätte, hätten sich die Leute erst recht beschwert, weil es gatschig gewesen wäre.“