Viele im Bezirk Krems sind zu lange arbeitslos. Anstieg der Arbeitslosigkeit in Krise noch nie so gering, doch viele lange ohne Job.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Oktober 2020 (04:29)
Deutlich mehr Menschen als früher müssen sich aktuell einen Job suchen. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Krems lag im September fast 15 Prozent über dem Wert im September 2019.
Symbolfoto: Shutterstock/Mariny Tynik

Seit dem Höhepunkt der Coronakrise Ende März sinkt die Arbeitslosigkeit im Bezirk Krems kontinuierlich. Doch die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen macht Sorge.

Im September liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 2.053 – das ist zwar um 9,7 % niedriger als im Vormonat, aber immer noch 14,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Im März betrug der Anstieg sogar noch 75,2 %!

Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren im Bezirk Krems im September gegenüber dem Vorjahresmonat mit 2.429 um 241 oder 11 % mehr Personen beim AMS Krems registriert.

Bei den Langzeitarbeitslosen liegt die Zahl allerdings 19,1 % über dem Vorjahreswert. „Die größte Herausforderung wird sein, der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Wir werden alles tun, um den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen,“ so AMS-Krems-Chef Erwin Kirschenhofer.

Erfreulich: Bei den Jugendlichen gibt es einen Rückgang. „Unsere Interventionen und Angebote, wie überbetriebliche Lehre und Jugendbildungszentrum greifen!“