Fröhliche Radler-Tour durch die Stadt Krems

Knapp 60 Personen, darunter einige Familien mit Kindern, setzten bei der zweiten Radparade am 9. Oktober ein Zeichen für umweltfreundlichen Verkehr. Die Tour ging bei Kaiserwetter über die Bühne und war von Fröhlichkeit geprägt.

Martin Kalchhauser
Martin Kalchhauser Erstellt am 10. Oktober 2021 | 15:09

Nur lachende Gesichter gab es bei der zweiten Auflage der von der Kremser Radlobby und der Initiative Fridays for Future gemeinsam veranstalteten Kremser Radparade.

Von Polizei perfekt begleitet

Die Polizeibeamtem, die die Radler auf ihrer großen Schleife durch die Stadt mit mehreren Streifenwagen eskortierte und die Kreuzungen für die Pedalritter frei machte, zeichnete sich durch Umsicht und ebenfalls Freundlichkeit aus. Konfrontationen mit den zeitweise kurz behinderten Verkehrsteilnehmern in Autos blieben zur Gänze aus. Seitens der Stadt Krems war mit Jugendgemeinderat Patrick Mitmasser (ÖVP) nur ein einziger Mandatar unter den Mitfahrenden.

Radler von klein auf dabei

War ein Teil der Mitfahrenden bei der ersten Auflage am 12. Juni beim Start am Dreifaltigkeitsplatz noch durch einen Regenguss "getauft" worden, ging die Veranstaltung diesmal bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne. In den Reihen der knapp 60 Teilnehmer - einige stießen auf der Strecke dazu, andere verabschiedeten sich unterwegs - waren auch mehrere Kinder. Ein Teil wurde in Anhängern oder im Lastenrad transportiert, andere nahmen die knapp acht Kilometer Strecke auf eigenen Fahrrädern in Angriff.

Auf Umwegen zum Stadtpark

Die Strecke verlief aus dem Zentrum Richtung Wienerbrücke, durch die Austraße in die Mitterau und weiter über die Spitalsbrücke nach Weinzierl. Von Bühl-Center stadteinwärts führte die Route auf der Wachau- und Ringstraße nach Stein, wo für eine kurze Strecke sogar die Umfahrung (Bundesstraße 3) zwischen der Reisperbachtalstraße und dem Zellerplatz für die Radler freigehalten wurde. Ziel war der Stadtpark, wo die Veranstaltung mit einem kleinen Quiz mit Fragen zur Situation der Radler in der Stadt ausklang.

"Ein Zeichen an die Politik"

"Unsere Radparaden sind ein buntes, lebensfrohes Zeichen an Politik und Gesellschaft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer allen Alters strahlten aus Freude am gemeinsamen und sicheren Radfahren mit der Sonne um die Wette", hieß es im Anschluss an die Veranstaltung seitens der Radlobby. Und seitens der Aktivisten von Fridays for Future (FFF) wird ergänzt: "Mit der Fahrradparade wollen wir zeigen, dass eine bewusste Entscheidung für klimaschonende Mobilität in dieser Stadt genauso wie weltweit dringend notwendig ist."

Klare Forderungen am Tisch

Österreichweit und auch in Krems brauche es dringend eine Mobilitätswende. Dies bedeute, dass das kommende Mobilitätskonzept endlich eine verkehrsberuhigte Stadt zum Ziel haben müsse. Erste Schritte dorthin wären für die Radlobby und für FFF "ein Netz sicherer Radwege durch die gesamte Stadt, höchstens Tempo 30 auf allen Straßen und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raumes, wo der sanften Mobilität jener Platz eingeräumt wird, der zum Fortbewegen benötigt wird statt der Reste neben großen Kfz-Flächen".