Neuer Boss am Flugplatz Gneixendorf . Nach zehn Jahren als Obmann des Fliegersportclubs übergibt Gert Kuntner den Chefposten an Andreas Huber, der als hauptberuflicher Flugplatz-Manager arbeiten wird.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 21. Dezember 2017 (05:04)
Aschauer
Generationswechsel: Der 70-jährige Gert Kuntner (rechts) legt die Führungsagenden am Flugplatz in die Hände des um 18 Jahre jüngeren Andreas Huber.

Umbruch am Flugplatz Gneixendorf: Fliegersportclub-Obmann Gert Kuntner übergibt mit 1. Jänner 2018 das Führungszepter an Andreas Huber, der die Cheffunktion als hauptberuflicher Flugplatz-Manager ausüben wird. Bis April 2018 möchte Kuntner formell die Funktion als Obmann noch erfüllen, dann stellt er sein Amt zur Verfügung.

Der Grund für den Rückzug ist altersbedingt. „Ich bin jetzt 70 Jahre, es wird höchste Zeit, dass junge Leute übernehmen.“ Die Schaffung eines Flugplatz-Manager-Amtes war laut Kuntner überfällig. „Bei einem Flugplatz dieser Größe reicht es nicht mehr, wenn man dafür 15 Stunden pro Woche als Nebenbeschäftigung investiert.“

Errichtung eines Motels als Meilenstein

Leicht gefallen sei ihm die Entscheidung, den Hut zu nehmen, nicht: „Nach 15 Jahren im Vorstand des Vereins und zehn Jahren als Obmann fällt der Abschied schwer, schließlich hat man auch einiges erlebt.“

Als sein größtes Verdienst bezeichnet Kuntner die Entwicklung des Fluplatzes von einem reinen Vereinsgelände hin zu einem Ort der Öffentlichkeit. „Es war immer meine Ideologie, dass der Flugplatz nicht nur für uns da ist. Nur so war es möglich, den Flugplatz auch finanziell weiterzuentwickeln und ihn als wichtigen Kremser Wirtschaftsfaktor zu manifestieren.“

Von Huber erwarte er sich, seinen Weg weiterzuführen, so Kuntner. Ein Meilenstein darauf soll die Errichtung eines Motels sein, das im Idealfall bis 2019 stehen soll.

„Es soll vollautomatisch und ohne viel Luxus sein. Wir wollen damit vor allem Kurzzeitgäste anlocken, die mit dem Flugzeug bei uns landen und sich Krems und die Wachau anschauen möchten. Auch Flugschüler oder Handelsreisende sollen hier eine Unterkunft haben“, erzählt Huber.

Großes Ziel des 52-Jährigen ist, den Flugplatz auf deutsches Niveau zu heben. „Die Installation einer Beleuchtung auf der Landepiste wäre dafür ein wichtiger Schritt. Bei Minimalkosten von rund 400.000 Euro ist aber auch der politische Unterstützungswille entscheidend.“