Für Pkw hatte Leitschiene Katapult-Wirkung. Auf dem Dach zu liegen kam am Abend des 26. Februar ein Pkw nach einem Unfall auf der Bundesstraße 37a. Die beiden Insassen hatten Glück und blieben so gut wie unverletzt. Auf der Gegenfahrbahn löste der Crash in der Folge ebenfalls einen Unfall aus.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 27. Februar 2019 (17:22)

Leitschiene wirkte wie Katapult

Ein 70-jähriger Mann aus Meidling im Tal war kurz nach 19 Uhr mit seinem Auto auf dem Heimweg von der Donaubrücke Richtung Furth-Palt.

Die Ausfahrt in Richtung Kreisverkehr Brunnkirchen erwischte der Lenker offenbar zu spät und fuhr auf die Leitschiene (Fahrbahnteiler), die diese von der Richtung Traismauer verlaufenden B37a trennt.

Auto rutschte auf Dach weiter

Das Auto wurde aufgehoben, drehte sich und kam auf dem Dach auf der Fahrbahn auf. In der Folge schlitterte es noch rund 100 Meter weiter, um auf dem ersten Fahrstreifen zu liegen zu kommen.

Sowohl der Lenker, also auch sein mit ihm fahrender Sohn (46) kamen mit dem Schrecken davon

Bergung durch die Heckklappe

Die beiden konnten von den rasch anrückenden Hilfskräften - allen voran rund 70 Helfer der Feuerwehren Krems, Angern, Thallern und Hollenburg mit 13 Fahrzeugen sowie mehrere Teams des Kremser Roten Kreuzes - über die Heckklappe befreit werden.

Sie wurden zwar ins Krankenhaus gebracht, konnten dieses aber nach wenigen Stunden wieder verlassen.

Auffahrunfall auf Gegenfahrbahn

Weil ein Lenker auf der Richtung Krems führenden Gegenfahrbahn (sie ist durch eine doppelte Leitschiene vom Unfallort getrennt) sein Auto anhielt, um zu Hilfe zu eilen, kam es auch dort zu einem Unfall. Ein nachfolgender Autofahrer sah das angehaltene Fahrzeug zu spät und fuhr auf.

Die Fahrbahn Richtung St. Pölten, die für die Rettungsarbeiten und die Reinigung der Straße gesperrt war, wurde nach rund zwei Stunden wieder für den Verkehr freigegeben.