Starkregen kostet 4,1 Millionen Euro

Erstellt am 22. Januar 2022 | 05:47
Lesezeit: 2 Min
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Die Bilder vom Starkregenereignis im Juli 2021 werden vielen in Erinnerung bleiben. Hier zu sehen: die Wassermassen in Höbenbach.
Foto: Feuerwehr
Ein halbes Jahr nach dem Starkregenereignis im Juli 2021 steht Schaden in Furth und Paudorf fest: rund 170 Haushalte betroffen.
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Im Juli 2021 fielen innerhalb von zwei Stunden bei einem Unwetter 150 Liter Regen pro m², eine Katastrophe für die Gemeinden Paudorf und Furth. „Ich habe so eine Situation noch nie erlebt“, erinnert sich Paudorfs Bürgermeister Martin Rennhofer. „Ich war bis in die Nachtstunden unterwegs, die Einsatzkräfte haben damals Unglaubliches geleistet.“

Ein halbes Jahr nach diesem schicksalhaften Sonntag zieht er Bilanz: „In Paudorf waren rund 90 Haushalte und Betriebe betroffen, die Schadenssumme für die Privaten beträgt rund 1,2 Millionen Euro.“ Auch die Gemeinde selbst war betroffen: „Der Schaden am öffentlichen Gut beträgt rund 600.000 Euro“, beziffert Rennhofer. In Furth zeigte sich ein ähnliches Bild: Bei den rund 80 betroffenen Haushalten und Betrieben entstand ein Schaden von rund 1,9 Millionen Euro. Bürgermeisterin Gudrun Berger dazu: „Bei der Mittelschule und dem Gemeindeamt verzeichnen wir einen Schaden von jeweils 200.000 Euro.“

Aus der Starkregen- Katastrophe lernen

Nach wie vor sind beide Gemeinden mit der Aufarbeitung der Katastrophe beschäftigt: „Für uns alle ist es wichtig, aus diesem Ereignis gemeinsam zu lernen“, so Berger. „Wir haben mit dem Land einen Regenwasserplan erstellt, um zu erheben, wo viel Wasser zusammenkommt. Wichtig ist, dass auch die Bevölkerung aktiv mitwirkt, damit mehr Regenwasser im Boden versickert.“ Schließlich können Maßnahmen, wie das neue Erosionsschutzbecken am Waldweg, die Situation nur verbessern, „aber Katastrophen wie die vom Juli 2021 nicht verhindern“, sensibilisiert Berger.

Rennhofer schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir führen Gespräche über verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel am Ende von Höbenbach Richtung Eggendorf.“ Nach der Katastrophe sei der Gefahrenzonenplan aufgelegen, bei dem man wichtige Stellungnahmen für Bereiche außerhalb von Fladnitz und Höbenbach erhalten habe.

Berger und Rennhofer unisono: „Wichtig ist, dass die Bevölkerung auch Maßnahmen trifft, um sich zu schützen.“

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