„Geduld ist am Ende“. PAUDORF / Keine Ergebnisse brachte drittes „Steinbruch- Gipfeltreffen“ der Bürgerinitiativen mit der Bezirkshauptmannschaft.

Von Michael Söllner. Erstellt am 10. Februar 2014 (23:59)
NOEN, privat
Staub oder Wassersprühnebel? Nicht nur in diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander.
Von Michael Söllner

„Unsere Geduld ist am Ende. Diese Verzögerungstaktik der Bezirkshauptmannschaft Krems ist inakzeptabel“, zeigt sich Walter Kosar, Sprecher der Bürgerinitiative „Freunde des Dunkelsteinerwaldes“, frustriert. Auch die dritte Gesprächsrunde mit Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer zum Dauerkonfliktthema Staub- und Lärmbelastung durch den Asamer-Steinbruch in Meidling habe keine Annäherung gebracht.

„Volle Transparenz statt Geheimniskrämerei“ 

„Nur zu einem einzigen unserer 14 vorgelegten Kritikpunkte haben wir eine konkrete Stellungnahme erhalten“, fühlt sich Wolfgang Janisch von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Paudorf“ von der Behörde im Stich gelassen: „Beweisfotos, die belegen, dass ein Großteil der Umweltbelastungen durch die Nichterfüllung bestehender behördlicher Bescheide verursacht wird, wurden von Dr. Mayrhofer genervt weggeschoben, Argumente belächelt, auf umweltrelevante Fragen mit Nichtauskunft und Ablehnung reagiert.“

Mayrhofer wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Aus unserer Sicht ist eine Gesprächsbereitschaft auf objektiver Basis auf jeden Fall gegeben. Anträge nach dem Umweltinformationsgesetz werden selbstverständlich behandelt und Informationen weitergegeben. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass seitens der Bezirkshauptmannschaft laufend unangekündigte und angekündigte Überprüfungen von Auflagen zur Hintanhaltung von Emissionen stattfinden!“

Lärm-Staubmessungen: Warten auf Ergebnisse 

Darüber hinaus habe man bereits weitere Schritte veranlasst: „So wurden Lärmmessungen durchgeführt, allerdings liegen die abschließenden Berechnungen noch nicht vor. Weiters wurden Staubniederschlagsmessungen beauftragt. Hierbei handelt es sich um eine Langzeitmessung über den Zeitraum von einem Jahr. Diese Messungen sind noch nicht abgeschlossen.“

Zudem werde auch die Polizeiinspektion Mautern wiederkehrend ersucht, Kontrollen bezüglich Straßenverunreinigung und Staubentwicklung durchzuführen und der Bezirkshauptmannschaft Bericht zu erstatten.

NOEN, privat
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„Wir werden uns zu wehren wissen“ 

„Warum eine solche Überprüfung seitens der Exekutive genau dann durchgeführt wird, wenn der Steinbruch gerade in Winterpause geht und die Zahl der Zu- und Ausfahrten dementsprechend gering ausfällt, ist für mich allerdings nicht ganz nachvollziehbar“, kontert Janisch. „Ebenso wenig, warum die Messbecher für die Staubmessungen in einem viel zu großen Abstand zum Betrieb aufgestellt wurden, sodass vermutlich gar kein Ergebnis rauskommen kann. Wir werden nicht länger auf Antworten warten und uns auch sicher nicht in die Querulantenecke drängen lassen. Wir werden uns unter Ausnützung aller zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel zu wehren wissen!“ Auch eine Protestkundgebung vor der Kremser Bezirkshauptmannschaft sei denkbar …