"Gemeindegrund": Pfleger soll zahlen. Schön gepflegtes Rabattl im Bründlgraben ruft Gebühreneinheber auf den Plan.

Von Erich Voglauer. Erstellt am 29. September 2014 (09:02)
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Durch dieses Rabattl geht die unsichtbare Grundgrenze zwischen »Privat« und »Gemeinde Krems«. Für den »genutzten Gemeindegrund« soll Gabi Kranister (im Bild) Gebühren entrichten.

An der Bründlgrabenstraße, gegenüber von „Winzer Krems“, gibt es ein schön gestaltetes und gepflegtes Rabattl. Gebührenpflichten verhindern derzeit ein Einvernehmen zwischen Stadtgemeinde Krems und der „Pflegerin“ Gabriele Kranister, da diese für ihre Mühen auch noch zahlen soll.

Im Zuge der Kelleradaptierungen seitens der Winzer Krems an der Bründlgrabenstraße wurde auch das Straßenstück davor saniert und dabei verlegt.

Für das gegenüber liegende Kellergrundstück von Gabi Kranister hatte dies zur Folge, dass vor ihrer Kellertüre eine unbenutze Fläche von ca. 13 Quadratmetern verblieb, wovon sieben der Gemeinde gehören.

Sie wollte die Fläche gestalten und den Gemeindegrund erwerben. Sie ließ es aber bleiben, als die Gemeinde mitteilte, sie müsse außer dem Kaufpreis auch Vermessungskosten von 560 Euro ersetzen und gewärtig sein, dass innerhalb von 15 Jahren Nachzahlungen auf den Grundstückspreis möglich sind.

Da der Ankauf der Teilfläche deshalb nicht stattfand, fordert nun die Gemeinde für deren Nutzung (Gestaltung und Pflege) eine Gebühr. Kranister und deren Lebenspartner stehen mittlerweile auf dem Standpunkt, keinen „einzigen Euro“ für eine „Nutzung“ zahlen zu wollen.

Ob die Gemeinde auf einen Gegenvorschlag eingeht, der 20 Euro Kaufpreis pro Quadratmeter, ohne weitere Belastungen anbietet, bleibt im Moment offen.