„Masterplan Gehen“ in Krems: Millionen für Gehsteige?

Erstellt am 06. Juli 2022 | 05:03
Lesezeit: 2 Min
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27 Teilprojekte sind im Masterplan Gehen enthalten. Zwölf von ihnen kosten über 100.000 Euro.
Foto: Shutterstock/cunaplus
„Masterplan Gehen“ soll Fußverkehr fördern. Teure Teilprojekte sorgen für Verwunderung.
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Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung vor der Gemeinderatswahl am 4. September einstimmig die Fördereinreichung für den „Masterplan Gehen“ beschlossen.

Eine Förderung des Fußverkehrs durch die Erhöhung der Verkehrssicherheit und einer Attraktivierung von Wegeverbindungen und Plätzen sei das Ziel des Vorhabens, erklärte Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel (SPÖ). Das Umweltministerium fördert einzelne Projekte aus dem Maßnahmenplan mit bis zu 50 Prozent der Kosten.

Friedl: „Hier kann man nahezu Walzer tanzen“

Für Verwunderung in Reihen der Opposition sorgte das finanzielle Volumen der 27 möglichen Vorhaben, die dem „Masterplan Gehen“ inhärent sind. 12 Teilprojekte sind demnach teurer als 100.000 Euro und haben vorrangig zum Ziel, Gehsteigbreiten zu erhöhen. Unter anderem in der Dinstlstraße.

„Hier kann man nahezu Walzer tanzen“, drückte FPÖ-Gemeinderat Werner Friedl sein Unverständnis für dieses Vorhaben aus und appellierte, „unnötige Projekte in die bewährten Schubladen zu stecken und dort ruhen zu lassen.“

KLS-Gemeinderat Wolfgang Mahrer tat kund, dass sein „Vertrauen in manche Gutachter etwas erschüttert“ sei und fand mit diesen Worten Unterstützung von ProKrems-Mandatar Robert Simlinger.

Scheichel versuchte zu beschwichtigen: „60 Jahre lang ist nichts gemacht worden, die Stadt hat sich aber weiterentwickelt. Ich bin aber auch der Meinung, dass wir nicht alles umsetzen brauchen.“

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