Bäckerei Schmidl: Der Standort Hollerin wird’s nicht. Mehrheit im Gemeinderat hat sich gegen eine Umwidmung von Weingärten in der Riede Hollerin ausgesprochen.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:57)
Firmenchefin Barbara Schmidl – im Bild mit Bäckermeister Herbert Eckl – ist enttäuscht über die jüngste Entscheidung des Gemeinderats, der die angestrebte Übersiedlung der Traditionsbäckerei Schmidl aus dem Dürnsteiner Stadtzentrum nach außerhalb der Stadtmauern zumindest weiter verzögern wird.
Gregor Semrad

Zwei mögliche neue Standorte für die Bäckerei Schmidl im Gemeindegebiet liegen beim Land NÖ zur Vorprüfung. Nun gibt’s nur noch eine Variante: Eine historisch bekannte, landschaftsprägende Riede wie die Hollerin muss erhalten bleiben und darf nicht in Bauland umgewidmet werden. Die eingereichte Raumplanungsänderung wird zurückgezogen: Diesen Beschluss haben per Dringlichkeitsantrag zehn Mandatare aller Fraktionen in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgesegnet.

„Für mich war diese Entscheidung ein Schock. Vor allem, weil es ja auch bezüglich Verfügbarkeit der zweiten Variante, der Grundstücke südlich der Domäne-Vinothek, noch keine Klarheit gibt“, sieht Barbara Schmidl in der Entwicklung der Bauplatz-Suche für ihre Bäckerei einen Rückschritt.

„Man hat mir damit bezüglich Verhandlungen die Hände gebunden. Wir müssen wieder bei null anfangen“, sieht sich Bürgermeister Johann Riesenhuber von der (mit ihm nicht abgesprochenen) Vorgehensweise seiner Gemeinderatskollegen überfahren: „Riskieren wir trotz aller gegenteiligen Beteuerungen damit nicht, dass der Betrieb abwandert?“ Die Gemeinde Rossatz-Arnsdorf hat ebenfalls einen Antrag beim Land NÖ eingebracht – er betrifft einen eventuellen Bäckerei-Standort in Rossatzbach ...