Deutsche Post fing Drogensendung an Kremser ab. Kremser konsumierte und handelte mit Amphetamin und Ecstasy: Geldstrafe und Bedingte.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 15. Oktober 2020 (05:28)
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Ja, er habe einige Gramm an Cannabiskraut von dem Kremser bezogen, erzählte ein heute 24-Jähriger vor Gericht. Und ja, gab er zu, er habe ihm auch seine Kremser Adresse für Drogensendungen (Amphetamin und Ecstasy) aus Deutschland zur Verfügung gestellt.

Das habe anfangs geklappt, dann sei eine georderte Lieferung ausgeblieben, schilderte er: Die Postsendung mit dem verbotenen Inhalt ist gestoppt und mit Beschluss des Amtsgerichtes Münster beschlagnahmt und nicht an den Empfänger weitergeleitet worden.

Die Ermittlungen führten zu einem Kremser, dem Auftraggeber im Hintergrund. Der gab sich vor Gericht einsilbig, aber Aussagen einiger seiner Drogenabnehmer untermauerten, dass er neben Cannabiskraut auch Amphetamin und Ecstasy unter die Leute gebracht habe.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wurde der Kremser wegen Drogenhandels und unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 800 Euro verurteilt. Weiters ordnete die Richterin für die Dauer der dreijährigen Probezeit Bewährungshilfe an.