Krems: Asylwerber drohte Betreuerin mit Mord. Ein Algerier (29) drehte nach Wegweisung von Unterkunft durch und drohte: „Werde zurückkommen und jemanden töten!“

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 07. September 2016 (05:43)
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Ende Juli gerieten Flüchtlinge im Asylwohnheim in der Ringstraße in Krems aneinander. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten, und ein Algerier soll einen Mitbewohner verletzt haben. Obwohl der 29-Jährige die Vorwürfe bestritt, wurde er aus dem Quartier gewiesen.

„Man hat mir Unrecht angetan, mich verleumdet. Ich habe nie, wie die anderen, Probleme gemacht“, schildert der Algerier vor Gericht. Er gibt zu, dass ihm der Kragen geplatzt sei, als er einige seiner im Wohnheim verbliebenen Sachen abgeholt hat. Er gesteht, dass er gegenüber der zuständigen Betreuerin (41) in seiner Wut bei der Verabschiedung geäußert habe: „Ich werde an diesen Platz zurückkehren und jemanden umbringen!“

Und auf die Nachfrage der besorgten Betreuerin habe er bestätigt: „Ja, das meine ich ernst.“

Zelle verwüstet

Die 41-Jährige alarmierte die Polizei, und der Algerier wurde kurzfristig aus dem Verkehr gezogen: In Untersuchungshaft tobte der 29-Jährige und demolierte Einrichtungsgegenstände in seiner Zelle.

Der Algerier wird wegen gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung zu sieben Monaten, davon ein Monat unbedingt, verurteilt. Weiters muss er seiner ehemaligen Asylunterkunft fernbleiben. Rechtskräftig.