Kremserin hütete Kätzchen und stahl nebenbei Geld. Kamera filmte, wie eine Kremserin (31) in die Geldlade der Freundin langte: bedingte Strafe.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. November 2020 (04:45)
Bei der Betreuung der Kätzchen ihrer Bekannten nützte eine Kremserin deren Vertrauen schamlos aus, um sich an deren Bargeldbeständen zu bedienen.
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Bei der Freundin (31) wähnte eine Kremserin ihre geliebten Samtpfoten während ihrer Abwesenheit in guten Händen. Die 31-Jährige kümmerte sich um die Kätzchen, nebenbei nutzte sie die Freundschaftsdienste aber, um sich am Ersparten der Bekannten zu bedienen.

Geld bereits zurückgezahlt: „War ein Kurzschluss“

Sie habe mitbekommen, dass die Freundin ihr Geld in einer Tischlade aufbewahrt. Sie habe dann der Verlockung nicht widerstehen können und einige Male zugelangt. Insgesamt habe sie 2.500 Euro gestohlen, gestand die reumütige Reinigungskraft vor Gericht ein.

„Ich habe das Geld schon zurückgezahlt und mich auch 1000-mal entschuldigt. Ich weiß nicht, was da plötzlich in mich gefahren ist. Es war ein Kurzschluss“, beteuerte die bislang unbescholtene Putzfrau. „Das waren aber vermehrte Kurzschlüsse. Sie haben ja mehr als bloß einmal zugelangt. Und vor allem: Sie haben das Vertrauen ihrer Freundin schamlos ausgenutzt“, wetterte dagegen der Ankläger.

Urteil: Fünf Monate bedingt für gewerbsmäßigen Diebstahl (nicht rechtskräftig).