Kloster in Krems-Stein wurde zu Zuchthaus

Erstellt am 14. August 2021 | 05:51
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Enthüllung der Gedenktafel an das ehemalige Redemptoristinnen-Kloster in der Strafvollzugsanstalt Stein: Marion Scharmüller und Markus Weselka von der StVA Stein mit Museumsvereinsobmann Ulf Geppert (von links).
Foto: Martin Kalchhauser
Neue Tafel an Außenwand der Strafvollzugsanstalt Stein informiert über interessante Details vor Gründung der Einrichtung.
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An das Redemptoristenkloster, das sich einst an Stelle der Strafvollzugsanstalt Stein befand, erinnert seit Kurzem eine neue Tafel.

Sie wurde auf Anregung des Kremser Altbürgermeisters Erich Grabner und des ehemaligen Justizanstalt-Chefs Johann Hadrbolec vom Museumsverein Krems um Obmann Ulf Geppert realisiert. Die alte Tafel aus Kupfer war fast unleserlich und wurde nun aufgewertet.

Strafvollzugsanstalt war früher Kloster

Wo sich seit 1851 die Strafvollzugsanstalt (früher „Zuchthaus“ genannt) befindet, existierte von 1843 bis 1848 ein Nonnenkloster, in dem neun Schwestern lebten. „Der Orden bildete seine Angehörigen für die Mission aus“, ist auf der Tafel vermerkt. Im Zuge der Revolution wurde das Kloster im barocken Bauwerk aufgelöst und verstaatlicht. Als Gefangenenhaus fand es eine neue Bestimmung. Dafür funktionierte man einfach die Zellen der Nonnen zu Gefängniszellen um. Die ehemalige Klosteranlage wurde dann ausgebaut und zuletzt 1998 restauriert.

Der Entwurf der nun enthüllten Tafel stammt von Gustav Strasser. Die Bilder der Innenansicht und der alten Strafvollzugsanstalt, die darauf zu sehen sind, stellte der Kremser Historiker Ernst Kalt zur Verfügung. Mit dem QR-Code, der ebenfalls enthalten ist, kann man sich Infos zur Historie des Klosters einholen. „Die Tafel an der Außenwand der Justizanstalt soll zum Lesen anregen“, hofft Geppert.

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