Kremser Schüler erhielten Preis für Stalag-Arbeit . Anerkennungspreis der Stadt ging an Diplomarbeit von vier HLF-Schülern über das Kriegsgefangenenlager in Gneixendorf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 31. Oktober 2020 (04:16)
Auszeichnung für HLF-Schüler: Kulturamtsleiter Gregor Kremser, Geschichtsprofessorin Gudrun Schober, Victoria Teuschl, Helene Moser, Xaver Heigl und Bürgermeister Reinhard Resch (von links).
Stadt Krems

Eine Geschichte-Exkursion nach Gneixendorf ließ vier Schüler der HLF Krems nicht mehr los: Als sie auf dem Gelände des einstigen Kriegsgefangenenlagers Stalag XVIIB als einzige Spur die Fragezeichen-Tafeln eines Kunstprojektes von Christian Gmeiner vorfanden, beschlossen sie, in ihrer Diplomarbeit nach Antworten zu suchen. Diese ist jetzt mit dem Anerkennungspreis der Stadt Krems ausgezeichnet worden.

In ihrer Arbeit mit dem Titel „Historische Aufarbeitung von Stalag XVII B“ beschäftigten sich Xaver Heigl, Helene Moser, Sebastian Siebenhandl und Victoria Teuschl mit verschiedenen Aspekten des Lagers, etwa der ungleichen Behandlung unterschiedlicher Gruppen von Insassen oder der Verbindung zwischen Lager und Umgebung.

Den Wettbewerb „Kremser Zeitgeschichte“ für vorwissenschaftliche Arbeiten hat Bürgermeister Reinhard Resch ins Leben gerufen. „Erinnerungskultur und die Aufarbeitung unserer jüngeren Geschichte muss unser aller Anliegen sein“, betont er. Fachkundige Unterstützung finden Schüler dabei im städtischen Archiv (Körnermarkt 14). In der wissenschaftlichen Bibliothek des Archivs ist auch die Diplomarbeit zu Stalag XVIIB zugänglich.