Contact Tracing: Fotos beim Gottesdienst. In Gföhl werden die Gottesdienstteilnehmer vor der Messe fotographiert, um im Falle einer Corona-Infektion schneller reagieren zu können. Kontaktdaten braucht es zusätzlich nicht. Die Leiterin des Pfarramts sagt, sie kenne alle Besucher.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 29. Oktober 2020 (14:21)
Im Gföhler Pfarrheim, dem Ausweichquartier während der Sanierung der Kirche, werden seit einigen Wochen Fotos von den Gottesdienstteilnehmern geschossen.
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In der Pfarre Gföhl setzt man seit einigen Wochen auf eine ungewöhnliche Methode des Contact Tracing. Die Teilnehmer der Gottesdienste, die aktuell im Pfarrheim stattfinden, werden vorab fotographiert. Ein zusätzliches Datenblatt müssen sie nicht ausfüllen. "Ich kenne alle, die auf den Fotos drauf sind", sagt Elisabeth Wimmer, die Leiterin des Gföhler Pfarramts. 

Probleme hat mit dem Fotoshooting vor den Messen niemand, erzählt Wimmer. Wem aber doch unwohl dabei sein sollte, der könne einfach aufstehen und sich nicht fotographieren lassen. Gemacht habe das bis jetzt aber niemand. 

Datenschutzrechltich hat Wimmer keine Bedenken. Ein Pfarrbrief, der in der Gemeinde ausgeschickt wurde und vor dem Pfarrheim aushängt, soll die potenziellen Gottesdienstbesucher informieren. "Jeder der reingeht, weiß, dass er fotographiert wird", sagt Wimmer. Die Bilder bleiben 28 Tage lang gespeichert und werden anschließend gelöscht.