Gföhl: Eigenen Hund mit den Fäusten malträtiert. Seinen eigenen Hund misshandelte ein 23-jähriger Gföhler am 12. Mai im Garten der Nachbarn. Schließlich beschädigte er auch noch ein Polizeiauto. Er wurde wegen mehrerer Vergehen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Mai 2020 (18:04)
Seinen Golden Retriever, den er erst vor wenigen Tagen aus dem Tierheim zu sich geholt hatte, misshandelte ein Gföhler vor den Augen seiner entsetzten Nachbarn.
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Dass ihn seine Partnerin samt dem gemeinsamen Kind ausgerechnet am heurigen Muttertag, 10. Mai, verlassen hat, verkraftete ein bereits in der Vergangenheit durch aggressive Akte aufgefallener Mann in Gföhl nicht. Am 12. Mai eskalierte die Situation.

Hund lief zu den Nachbarn

Der 23-Jährige verbrachte den Tag in seinem Haus, als ihm sein Hund entlief. Das Tier, ein erst wenige Tage zuvor aus dem Tierheim geholter Golden Retriever, rannte auf den Nachbargrund. Der Mann folgte dem völlig friedlichen Vierbeiner aber nicht nur, um ihn wieder auf sein Areal zurückzuholen. Im Nachbargarten stürzte er sich vor den Augen der entsetzten Bewohner auf das Tier.

Tier vor Zeugen malträtiert

Dabei malträtierte er den Hund mit den Fäusten und ließ diesen auf Aufforderung der Zeugen nur widerwillig wieder los. Auch vor den zu Hilfe gerufenen Polizisten war der Tierquäler kaum zu beruhigen und verhielt sich weiter sehr aggressiv. Wie sich später herausstellen sollte, hatte der Täter 1,7 Promille Alkohol im Blut!

Polizisten leicht verletzt

Während der Amtshandlung begleiteten ihn die Beamten zum Streifenwagen, in den er in seiner Wut mit der bloßen Faust eine Delle schlug. Den Polizisten, die ihn fixieren wollten, brachte er Schürfwunden zu. Schließlich klickten die Handschellen. Der Rabiate wurde in die Arrestzelle bei der Polizeiinspektion Krems gebracht. 

Schwägerin massiv bedroht

Dort konnte er dann am 13. Mai in nüchternem Zustand vernommen werden. Er zeigte sich auch zum Vorwurf, die Schwester seiner Lebensgefährtin (34) am Telefon mit dem "Umbringen" bedroht zu haben. Dorthin, in eine Gemeinde im Bezirk St. Pölten-Land, war seine Partnerin nämlich mit dem Kind geflüchtet. Der Gföhler wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt und muss mit Anzeigen wegen Tierquälerei, gefährlicher Drohung sowie Widerstands gegen die Staatsgewalt rechnen. Außerdem wurde gegen ihn ein Betretungsverbot des Hauses in Gföhl ausgesprochen.