Hilfe für Erdbebenopfer. Der Gföhler Georg Jachan und die Niedergrünbacherin Claudia Kurz planen eine Hilfsaktion für die Erdbebenopfer der indonesischen Insel Lombok.

Von Karl Braun. Erstellt am 24. August 2018 (05:06)
Georg Jachan hat in den letzten Jahren über 200 Hilfsaktionen organisiert.
privat, Jachan

Die indonesische Insel Lombok (in der Provinz Nusa Tenggara Barat) wurde in den letzten Wochen von zahlreichen schweren Erdbeben erschüttert. Allein beim Beben am 5. August starben rund 460 Menschen, viele Häuser wurden zerstört. Erst am vergangenen Wochenende wurde ein Beben mit der Stärke von 6,5 gemessen.

Vor allem alte Menschen und Kinder sind von der Katastrophe betroffen.
Claudia Kurz

Die 28-jährige Claudia Kurz aus Niedergrünbach kennt die Insel genau. Die ausgebildete Kindergärtnerin hat bis vor kurzem ein soziales Jahr in einer Kinderbetreuungseinrichtung verbracht. Die „Kinderoase“, in der sie tätig war, wird von einem Einheimischen, der mit einer Deutschen verheiratet ist, geführt.

„Dort werden täglich nach der Schule 50 bis 100 Kinder, vornehmlich Waisen und Halbwaisen, betreut. Sie erhalten Essen, Schuluniformen und Nachhilfe, auch Deutschunterricht wird gehalten“, so Kurz, die im Dezember wieder nach Lombok reisen wird. Ihr Freund Adi wird in der Zwischenzeit für die Verteilung der Hilfsgüter sorgen.

Lebensmittel und Wasserlieferungen

„Claudia Kurz und ich kennen einander via Facebook und haben beschlossen, eine gemeinsame Hilfsaktion, unterstützt von der Pfarre Gföhl, zu organisieren“, bittet Georg Jachan, bekannt und bewährt durch zahlreiche von ihm organisierte Aktionen, um Unterstützung.

Claudia Kurz mit der Großmutter ihres Freundes Adi.
Claudia Kurz

Mit Freunden vor Ort werden dringend benötigte Lebensmittel und vor allem Wasserlieferungen ins Krisengebiet organisiert. Eine Unterstützungs-Aktion für den Wiederaufbau ist, sobald die Erdbebenaktivität nachlässt, für Herbst dieses Jahres geplant.

„Allein mit einer Hilfssumme von 800 Euro können wir Reis für mehr als 17.000 Menschen kaufen“, so Jachan und Kurz. Das Hauptaugenmerk gilt dabei vor allem Kindern, kranken und alten Menschen.

Spenden sind erbeten: Via Konto der Pfarre Gföhl, IBAN: AT71 2027 2000 0071 9955, BIC: SPZWAT21XXX.

Die ohnehin nicht besonders stark ausgeprägte Infrastruktur wurde bei den Erdbeben völlig zerstört.
Claudia Kurz