In drei Jahren mehr als 200 Hilfsprojekte. Georg Jachan aus Gföhl lässt sich trotz Anfeindungen nicht von seiner Hilfsbereitschaft im In- und Ausland abhalten.

Von Karl Braun. Erstellt am 01. August 2018 (04:11)
privat, Jachan
Georg Jachan (rechts) bei einer seiner Aktionen.

„Je mehr Elend man sieht, umso weniger kann man aufhören zu helfen“, resümiert der Gföhler Georg Jachan, der in den letzten drei Jahren mehr als 200 Hilfsprojekte im In- und Ausland unterstützt hat.

„Dank Medien und Facebook bin ich mittlerweile so gut vernetzt, dass ich von unzähligen Hilfsorganisationen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und der Ukraine unterstützt werde, wie zum Beispiel vom Roten Kreuz.“ Von der Caritas Salzburg konnte Jachan erst kürzlich 2.000 Fleecewesten, 500 kg Currysauce und 7.000 Zahnbürsten übernehmen, von der ÖVP Salzburg erhält er Unterstützung bei einem Schultaschenprojekt für bedürftige Kinder in Rumänien. „Hauptunterstützer ist aber nach wie vor die Pfarre Gföhl.“

„Immer wieder gibt es Anfeindungen von Österreichern, die mein Schaffen missbilligen, weil sie schlichtweg nichts verstehen und nichts wissen."Georg Jachan

Aktuell laufen acht Projekte in der Ukraine (für mittellose alte Menschen, Waisenhäuser im Kriegsgebiet und Binnenflüchtlinge, das sind Ukrainer, vor allem Frauen und Kinder, die im Bürgerkrieg alles verloren haben und oft mit praktisch nichts in den Westen der Ukraine flüchten).

privat, Jachan
Kinder leiden besonders unter Armut und Krieg.

„Wir unterstützen auch behinderte Kinder sowie Spitäler, in denen man als Mitteleuropäer nicht einmal sterben möchte“, berichtet Jachan betroffen. Erst im Mai konnte er einen ganzen Sattelschlepper mit Bettzeug, Handtüchern, Ärzte- und Patientenbekleidung, „alles Sachen, die bei uns ausgeschieden und entsorgt worden wären“, in die Ukraine entsenden.

In Rumänien sind es aktuell sieben Projekte (für Straßenkinder, alte Menschen mit Pensionen von zum Teil weniger als 50 Euro im Monat und für Obdachlose). „Es ist erschreckend, wie tief die Kluft in Rumänien zwischen Arm und Reich ist; Armut, wie sie bei uns niemand kennt.“

Sofern es möglich ist, soll auch ein Jesidencamp in Dohuk (überwiegend Frauen und Kinder, die Männer wurden großteils vom IS exekutiert) monatlich eine Lebensmittellieferung erhalten.

Jachans Tätigkeit wird nicht nur unterstützt. „Immer wieder gibt es Anfeindungen von Österreichern, die mein Schaffen missbilligen, weil sie schlichtweg nichts verstehen und nichts wissen. Ich mache in jedem Fall weiter.“

Wer unterstützen will: nur via Konto der Pfarre Gföhl, IBAN: AT71 2027 2000 0071 9955, BIC: SPZWAT21XXX.