Gefährtin misshandelt und Welpen traktiert: Entzug. Richter schickt Alkoholkranken, der Gewalt gegen Mensch und Tier ausübte, auf Entzug. Und es setzte Bedingte sowie Geldstrafe.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 07. August 2020 (05:03)
Symbolbild
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„I war da net ganz bei mir. Ich habe ein Alkoholproblem“, erklärte ein 23-Jähriger aus Gföhl vor Gericht. Er gab zu, im Rausch seine Gefährtin aus Eifersucht geschlagen zu haben. Gewürgt wollte er sie nicht haben.

„Ich sehe ein, dass ich Hilfe brauche, und ich habe mich nach dem letzten Vorfall im Mai sofort in Therapie begeben“, zeigte der mit einschlägigen Vorstrafen Vorbelastete Reue, und teilweiser Schuldeinsicht: „Ich bin aber kein Tierquäler“, beteuerte er lautstark und wollte den jungen, noch ungehorsamen Hund nur „erzogen“ haben.

„Er hat den Hund mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sich auf ihn draufg’haut. Dann hat er ihn an den Ohren hochgezogen und geschüttelt.“

„Sie haben den erst zwei Monate alten Welpen roh misshandelt und ihm unnötige Qualen zugefügt“, entgegnete der Richter harsch und verwies auf die belastenden Zeugenaussagen: „Er hat den Hund mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sich auf ihn draufg’haut. Dann hat er ihn an den Ohren hochgezogen und geschüttelt.“

Er habe sich auch renitent gegen die einteffenden Polizeibeamten verhalten. Unter anderem habe er einen Beamten gebissen und eine Delle ins Polizeiauto geschlagen, listete der Richter weitere Straftaten des Gföhlers auf.

Der Richter verhängte über den 23-Jährigen wegen Körperverletzung, Tierquälerei, Nötigung, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt 16 Monate bedingt und 960 Euro Geldstrafe. Weiters muss der Gföhler einen Entzug machen und ein Antigewalttraining absolvieren. „Ihre letzte Chance“, mahnte der Richter.