Hilfswelle geht weiter: Stift nimmt Familie auf

Erstellt am 18. März 2022 | 05:00
Lesezeit: 2 Min
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Im Stift in Sicherheit: die Ukrainerinnen Anastasia Pryshchepchuk und Lali Chabakheshvili (Mitte) mit Abt Columban Luser sowie Organisatorin Melanie Kraft und Johannes Müller.
Foto: Johann Lechner
Das Stift Göttweig stellt kurzfristig Wohnung für drei Flüchtlinge. Gemeinde in Furth bereitet auch Unterkünfte für Ukrainer vor.
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Rund um den Göttweiger nimmt die Hilfsbereitschaft kein Ende: Die Frau von Johannes Müller aus Bergern ist gebürtige Ukrainerin. Ihre Mutter, ihre Tochter und deren Lebensgefährte mussten ihre Heimat verlassen: „Wir haben nach Unterstützung gesucht, meine Nichte Melanie hat Kontakt zu Abt Columban hergestellt. Er hat schnell und unbürokratisch geholfen,“ berichtet Johannes Müller.

Das Stift Göttweig stellt der Familie eine Wohnung zur Verfügung. „Ich kann nicht beschreiben, wie dankbar wir sind“, so Müller. Der Bergerner hat seine Angehörigen in Wien abgeholt, „nach einer anstrengenden, einwöchigen Flucht.“ Im Stift habe man schnell das Notwendigste organisiert. Einziger Wermutstropfen: Der Sohn von Gattin Iryna musste in der Ukraine bleiben, er ist wehrpflichtig.

Der Further Gemeinderat beschloss mit Dringlichkeitsantrag, Gemeindewohnungen für Flüchtlinge zu stellen: „Es ist Gebot der Stunde, zu helfen“, ist Bürgermeisterin Gudrun Berger überzeugt. Derzeit sind vier Familien mit 13 Flüchtlingen privat in Furth beherbergt.

„Die Gemeinde wird eine Wohnung im Gemeindehaus Herrengasse vorbereiten“, so Berger, eine Wohnung in Steinaweg werde geprüft. Wer Flüchtlinge unterstützen möchte, kann sich beim Bürgerservice oder unter www.furth.at „Sicher in Furth“ informieren.

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