„Lebensqualität Grafenegg“: Start für Bürgerinitiative

Nächster Schritt im Versuch, zwei neue Schottergruben südlich und östlich von Grafenegg zu verhindern.

Erstellt am 20. November 2021 | 07:00
440_0008_8231656_kre46buergerinitiative_kam.jpg
711 Unterschriften (200 wären bereits ausreichend gewesen) wurden an die UVP-Behörde von Brigitte Kundi, Monika Henninger-Erber und Sonja Traht (von links) übergeben.
Foto: privat/Bürgerinitiative

Seit Bekanntwerden der Pläne, dass es im Bereich zwischen Grafen egg (Katastralgemeinde Kamp) und Grafenwörth zur Schottergewinnung zwei neue Baggerseen geben soll, läuft eine Bürgerbewegung dagegen Sturm. Diese hat sich nun als „Bürgerinitiative“ konstituiert und erhält dadurch Parteienstellung. Vergangenen Freitag wurden die erforderlichen Unterschriften an die UVP-Behörde im Landhaus St. Pölten übergeben.

Geplant ist es, südlich von Kamp einen Schottersee mit 27 Hektar Fläche und östlich davon einen zweiten See mit 10 Hektar Fläche zu errichten. Zurzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), und die Umweltverträglichkeitserklärung der einreichenden Firma Rohrdorfer liegt noch bis 19. November öffentlich in den beiden Gemeindeämtern auf.

Ziel der Bürgerinitiative ist es laut deren Sprecherin Monika Henninger-Erber, das Vorhaben möglichst zu verhindern: „Das würde die Lebensqualität massiv beeinträchtigen!“ Und sie bringen auch viele Argumente vor. Bernd Wanivenhaus von der Firma Rohrdorfer hält dagegen: „Wir haben alle Vorgaben der Behörde erfüllt und letztendlich wird dort ein Freizeitgelände entstehen.“ Bis zum Start könnten allerdings noch zwei bis drei Jahre vergehen.