21 Delikte! Fiese Diebin von Kremser Kripo überführt. 21 Straftaten dürfte eine 25-jährige Frau auf dem Kerbholz haben. In zwei Kremser Pflegeheimen hatte sich die Einschleichdiebin sogar als Mitarbeiterin beworben.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 25. Juni 2019 (06:27)
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Bei einigen Opfern gab es nach teils vorerst unbemerkten Taten beim ersten Blick ins Geldbörsel ein böses Erwachen.

Einen tollen Ermittlungserfolg kann die Kremser Kriminalpolizei verzeichnen: Nach umfrangreichen Erhebungen und mit Hilfe technischer Überwachungsmaßnahmen gelang es, eine 25-jährige Asylwerberin aus dem Kosovo als Einschleichdiebin zu überführen. Sie sitzt in U-Haft.

Die Taten beging die mutmaßliche Einschleichdiebin zwischen dem 13. November 2018 und dem 25. Jänner 2019. In 21 Fällen besuchte sie Schulen, Altenheime und Kindergärten, um sich dort in Garderoben oder Dienstzimmern an den Inhalten aus Geldbörsen zu bedienen. Rund 6.000 Euro macht die Summe aus, die die Frau auf diese Weise erbeutet haben dürfte.

Nachdem die Frau auch dreimal in Kremser Pflegeheimen zugange war, heftete sich die Kripo an ihre Fersen und setzte nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auch technische Hilfsmaßnahmen ein. Diese führten schließlich vor kurzem zum Erfolg.

Nach langem Leugnen folgte ein Geständnis

21 Vorfälle konnten der Kosovarin zugeordnet werden, davon 18 elektronisch bestätigt. Während sie bei der Einvernahme durch die Exekutivbeamten noch leugnete, war die Verdächtige gegenüber der Staatsanwaltschaft geständig. Offenbar hatte sie dort ihre ausweglose Lage dann doch eingesehen …

Als Motiv für ihre Taten führte die Gaunerin chronischen Geldmangel, teilweise bedingt durch ihre Spielsucht, an. Sie wartet in Untersuchungshaft auf ihr Verfahren.

Beinahe hätte die nun überführte Kriminelle ihr Verhalten übrigens gewinnbringend „institutionalisieren“ können. In zwei Kremser Heimen hatte sich die Frau nämlich als (ehrenamtliche) Mitarbeiterin beworben!