Stratzings "Dancingstar" Fanny feiert Geburtstag

Erstellt am 23. September 2022 | 17:44
Lesezeit: 2 Min
Halbplastik - Stratzings "Dancingstar" Fanny feiert Geburtstag
Ist die zierliche Halbplastik aus Amphipolitschiefer aus dem Aurignacien nun eine Frauenfigur oder ist die linke Frauenbrust eigentlich der linke Ellbogen eines männlichen Keulenträgers?
Foto: Gerhard Spanring (bzw. Francesco Ungaro/Pexels (Hintergrund)
Eine Abordnung des Bundesdenkmalamts stieß am 23. September 1988 bei Grabungen in Stratzing auf eine 7,2 Zentimeter hohe Frauengestalt, heute bekannt als Fanny vom Galgenberg.
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Am 23. September 1988 machte man auf der Hochfläche von Stratzing bei Krems in Niederösterreich bei Grabungen unter Leitung von Dr. Christine Neugebauer-Maresch vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmale, einen sensationellen Fund: eine 7,2 Zentimeter hohe, aus sieben Steinsplittern rekonstruierbare Halbplastik einer Frauengestalt. 

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Ist die zierliche Halbplastik aus Amphipolitschiefer aus dem Aurignacien nun eine Frauenfigur oder ist die linke Frauenbrust eigentlich der linke Ellbogen eines männlichen Keulenträgers?
Foto: Gerhard Spanring

Die nur zehn Gramm schwere Statuette aus dem Aurignacien ist - mit 32.000 Jahren - nicht nur das bisher älteste in Österreich gefundenen Kunstobjekt, sondern auch nach heutigem Forschungsstand weltweit die früheste menschengestaltliche Plastik der Altsteinzeit.

Ihrer anmutigen tänzerischen Haltung wegen gab man der „neuen Venus“ den Kosenamen „Fanny“ – nach der berühmten österreichischen Tänzerin Fanny Elßler (1810 – 1884).

Sowohl die Fanny vom Galgenberg als auch ihr um etwa 7.000 Jahre jüngeres Pendant, die Venus von Willendorf, werden im Naturhistorischen Museum in Wien in Tresor-Vitrinen aufbewahrt. 

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