Kremser verschenken Punkt an West Wien. UHK KREMS - WEST WIEN 29:29 (14:15). Der Jungtruppe aus der Bundeshauptstadt gelang es in den ersten zehn Minuten, das zuletzt gewonnene Selbstvertrauen der Kremser gehörig zu erschüttern.

Von Red. Krems. Erstellt am 07. April 2021 (11:20)

Erst in Minute 11, beim Stand von 4:8, fanden die Heimischen langsam ins Spiel. Gunnar Prokop, der beste UHK-Akteur an diesem Abend, glich zum 9:9 aus (17.), von einem vorentscheidenden Turnaround blieb der Favorit aus der Wachau bis zur Pause aber weit entfernt.

Thaqi-Team hatte schon den Sieg vor Augen

Auch nach dem Seitenwechsel ging es lange Zeit im Gleichschritt weiter, weil  die Kremser Angreifer so wie gegen Ferlach die Konsequenz bei den Abschlüssen vermissen ließen. Einmal mehr war es Gunnar Prokop, der mit dem Treffer zum 26:23 (47.) seinem Team erstmals etwas Luft zwischen den Wienern und den Wachauern aufs Scoreboard brachte. Im Finish bekam aber die Offensive  der Gastgeber das berühmte Zitterhändchen. Beim Stand 27:25 (53.) nahm Lukas Nikolic viel zu früh einen überhasteten Hüftwurf. In der Folge scheiterten Gašper Hrastnik und "Sebo" Feichtinger am starken West Wien-Goalie Florian Kaiper. Als David Nigg einen Konter in bester Wurfposition an die Querlatte setzte, hatten die "Rot-Gelben" ihr Pulver endgültig verschossen. In den Schlusssekunden mussten die Kremser sogar um den einen Zähler zittern, den Routinier Gabor Hàjdu mit dem 29:29 in der Schlussminute festmachte.

Kein Wunder, dass Cheftrainer Ibish Thaqi alles andere als happy war: "Zuerst der Fehlstart, dann finden wir endlich in die Partie, schaffen es aber nicht, den Sack zuzumachen. Das Remis fühlt sich für mich wie eine Niederlage an. Immerhin kann uns Rang vier in der Bonusrunde nicht mehr streitig gemacht werden und wir haben noch die theoretische Chance, weiter nach oben zu klettern." 

Tore UHK Krems: Gunnar Prokop (9), Jakob Jochmann (6/3), Sebastian Feichtinger (4), Gašper Hrastnik (3), Tobias Auß (2), Fabian Posch (2), Kenan Hasecic (1), Oliver Nikic (1), Gabor Hàjdu (1).