„Die vierte Wand“: Neue Warte auf dem Seekopf. Ein 16 Meter hohes Stahlgerüst, die Aufgangsstufen hinter Lärchenholz verborgen, bildet den neuen Aussichtsturm bei Rossatz.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 17. Oktober 2020 (05:01)
16 Meter hoch ist der neue Aussichtsturm auf dem Seekopf.
Schütz

Die alte elf Meter hohe Warte auf dem Aussichtspunkt Seekopf, vom Jankerlclub Rossatz in den Jahren 1991 bis 1993 in Massivholzbauweise errichtet, entsprach nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Sie wurde abgetragen, die Gemeinde beschloss einen Neubau.

Vorschläge für einen „gestalterisch anspruchsvollen“ Aussichtsturm wurden mittels eines Wettbewerbs in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum NÖ gesammelt.

Gewonnen hat ihn das Architektenduo Eldine Heep und Klemens Schillinger mit ihrem Projekt „Die vierte Wand“: Nach deren Plänen wurde in den vergangenen Monaten ein 16 Meter hohes Stahlgerüst errichtet, in das die Aufgangsstufen integriert sind. Sie werden mit Holzbrettern verkleidet, sodass laut der Architekten „wie in einer Prozession entlang der Wand erst nach und nach der Blick auf die Landschaft“ freigegeben wird. Gefördert wurde das Projekt auch von Leader.

Für die Bauausführung zeichnete das Weißenkirchner Bauunternehmen Schütz verantwortlich, für das bereits die Zufahrt zur Baustelle auf den sonst nur für Wanderer begehbaren Wegen und auch die Errichtung des Fundaments eine Herausforderung darstellten.

„Unser Kran-LKW musste Ketten anlegen, um nicht wegzurutschen“, berichtet Alice Schütz. Mittels Traktor wurden dann die Stahlbauteile auf den Seekopf gebracht. Die mächtige Stahlkon struktion steht bereits, derzeit werden die Lärchenholz-Staffeln montiert.