Startschuss für Kremser Biomasse-Heizwerk. Anfang Februar beginnen im östlichen Kremser Industriegebiet die Bauarbeiten für das Ökostromprojekt der EVN.

Von Red. Krems. Erstellt am 28. Januar 2021 (09:47)
EVN/Rumpler

Nach langer Wartezeit fällt nun endlich der Startschuss für den Bau des EVN Biomasse-Heizkraftwerkes im östlichen Kremser Industriegebiet. Direkt neben dem Gemeindeabwasserverband soll ab Frühjahr 2023 Waldhackgut aus der Region in wertvolle und nachhaltige Naturwärme und Ökostrom für die Region verwandelt werden. Insgesamt werden dafür rund 30 Millionen Euro investiert. Der Baustart ist Anfang Februar geplant.

Förderung ließ auf sich warten

Die EVN und die Stadtgemeinde Krems brauchten für das Projekt einen langen Geduldsfaden. Bereits 2015 fand der Genehmigungsprozess seinen Abschluss, der Startschuss hätte eigentlich zwischen 2016 und 2018 fallen sollen. Die lange Warteliste der Ökostromabwicklungsstelle, kurz OeMAG, die die Förderungen für die Neuerrichtung von umweltfreundlichen Anlagen vergibt, verzögerte das Vorhaben aber. 

Resch: "Ein unverzichtbarer Meilenstein"

Umso mehr freut sich Bürgermeister Reinhard Resch, dass es nun endlich losgeht: „Krems hat sich ein ehrgeiziges energiepolitisches Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 wollen wir rechnerisch unabhängig von Energieproduzenten außerhalb des Bezirks werden, das heißt es soll jene Energie in unserer Stadt selbst erzeugt werden, die wir im Schnitt täglich brauchen. Das geplante Biomasse-Heizkraftwerk ist dafür ein unverzichtbarer Meilenstein, weil es uns Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung stellen kann. Und es gilt, keine Zeit zu verlieren.“ 

EVN: "Anfallendes Schadholz verwerten"

Diese Freude teilt Gerhard Sacher, Geschäftsführer der EVN Wärme: „Wir haben in Krems eine sehr starke Nachfrage nach unserer Naturwärme, die durch die geplanten Klimaziele der Bundesregierung noch weiter steigen wird. Mit dem modernen Biomasseheizkraftwerk können wir diesen Bedarf aus nachhaltigen Rohstoffen aus der Region decken und auch das immer noch anfallende Schadholz verwerten. Wir freuen uns, dass wir endlich losstarten können“.